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Schlechter Atem - Kaugummi oder Mundspray, was hilft gegen Mundgeruch?

28. Juni 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Was hilft gegen Mundgeruch?


„Ich habe unterwegs gerne Kaugummi oder Mundspray bei mir, wenn ich weiß, dass ich keine Gelegenheit habe, mir zwischendurch die Zähne zu putzen. Ich frage mich nun: Was ist eigentlich besser für frischen Atem geeignet, Kaugummi oder Mundspray? Könnt Ihr mir Tipps geben?“

Schützt vor Peinlichkeiten

Nichts ist peinlicher, als wenn man unmittelbar vor einem romantischen Date plötzlich befürchten muss, Mundgeruch zu haben. Ob das nun tatsächlich zutrifft, oder nicht, lässt sich einerseits auf die Schnelle schwer feststellen, andererseits will man zur Sicherheit auf jeden Fall noch fix etwas für einen frischen Atem tun. Doch was hilft jetzt am besten? Während die einen auf Mundspray schwören, kauen die anderen lieber einen Streifen Kaugummi. Hier erfährst Du, was für Unterschiede es zwischen beiden Methoden gibt und welche wann besser geeignet ist.

Mundspray als Erste Hilfe gegen schlechten Atem

Mundspray ist im Prinzip nichts Anderes als ein ganz normales Mundwasser, wie es in vielen Varianten in jeder Drogerie zu bekommen gibt, nur eben zum Sprühen. Es handelt sich um eine Flüssigkeit, die antiseptisch wirkt – also gegen Bakterien – und zur Geruchsbeseitigung einfach in den Mund- und Rachenraum gespritzt wird. Das Mundspray ist vor allem für den schnellen Spritzer unterwegs geeignet, sozusagen als Erste-Hilfe-Maßnahme gegen schlechten Atem. Wenn man nach dem Genuss von Knoblauch oder ähnlich geruchsbelästigenden Nahrungsmitteln einen wichtigen Termin absolvieren muss, ist man froh über das hilfreiche Döschen für den schnellen, diskreten Sprüher in den Mund. Die Inhaltsstoffe sind, wie eben beim Mundwasser auch, Stoffe wie Ethanol, Wasser und ätherische Öle, außerdem Aromastoffe wie beispielsweise die Minze, die für den angenehmen Geschmack im und Geruch aus dem Mund sorgen sollen. Die regelmäßige und gründliche Zahnpflege kann das Mundspray aber natürlich keinesfalls ersetzen.

Kaugummi als Waffe gegen Mundgeruch

Auch beim Kaugummi sorgen kräftige Aromen in zahllosen Geschmacksrichtungen dafür, dass Du Dir über schlechten Atem keine Sorgen mehr zu machen brauchst. Doch Achtung: Der Hauptbestandteil vieler Kaugummisorten ist Zucker, mit einem Anteil von bis zu 70 Prozent. Wenn Du also dauerhaft Kaugummi kauen möchtest, solltest Du auf jeden Fall zu zuckerfreien Sorten greifen. Ansonsten droht Karies, was natürlich noch viel schlimmer ist als schlechter Atem. Obendrein begünstigen die für die Karies verantwortlichen Bakterien, die den Zucker lieben, schlechten Geruch aus dem Mund ganz beträchtlich. Das Kauen von weichen, zähen Materialien als Mittel zur Zahnpflege ist übrigens schon uralt. Bereits in der Steinzeit haben die Menschen das Harz von Bäumen gekaut, verbreitet war beispielsweise das Harz des Mastixbaumes. Verschiedene Arten von den Vorläufern des Kaugummis waren auf der ganzen Welt bekannt. Die alten Ägypter nutzten die Baumharze und ähnliche Kaumaterialien ebenso wie die Azteken und Mayas. Zum weltweiten Massenphänomen wurde das Kauen von Kaugummi allerdings erst ab dem Ende des 19. Jahrhunderts, als es gelang, die weiche Masse mit den verschiedensten Aromen anzureichern. Bei uns in Europa sorgte vor allem das Vorbild der amerikanischen Soldaten dafür, dass der Kaugummi auch hier schnell zu einem begehrten Stück der Alltagskultur und des täglichen Lebens wurde.

Was ist denn nun besser – Mundspray oder Kaugummi?

Wenn es Dir einfach nur darum geht, bei einer wichtigen Verabredung mit frischem Atem zu glänzen, ist es eigentlich einerlei, ob Du dafür zum Kaugummi oder zum Mundspray greifst. Beides bringt gleich schnell und effektiv die erwünschte Wirkung. Wenn Du zugleich noch etwas für deine Zahnpflege tun möchtest, ist der zuckerfreie Kaugummi aber eindeutig die bessere Wahl. Denn davon gibt es viele spezielle Sorten, die sowohl reinigend als auch erfrischend wirken. Manche haben kleine Partikelchen, die den Zahnbelag beim Kauen leicht abschilfern sollen. Aber der Kaugummi hat auch so seine Tücken. Manche Menschen empfinden es als extrem unhöflich bis unverschämt, wenn ihr Gegenüber während des Gespräches Kaugummi kaut. Du solltest den Atemauffrischer also besser vor der Verabredung aufkauen und rechtzeitig verschwinden lassen, um nicht doch noch einen schlechten Eindruck zu hinterlassen, trotz frischem Atem. Wenn Dir die Alternative Mundspray lieber ist, solltest Du unbedingt früh genug einen sorgfältigen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Denn genauso wie Mundspülungen enthalten nämlich zahlreiche Mundsprays auch desinfizierenden Alkohol. Das könnte beim Gesprächspartner schon mal einen falschen Eindruck erwecken. Der könnte, wenn er ein entsprechend empfindliches Näschen hat, dann nämlich den Eindruck bekommen, dass Du Dir vor dem Treffen noch schnell Mut angetrunken hast.

Fazit der Redaktion

Sowohl der Kaugummi als auch das Mundspray sind als Erste-Hilfe-Maßnahme gegen schlechten Atem gleichermaßen gut geeignet. Der Kaugummi kann zusätzlich die Zahnpflege unterstützen, vorausgesetzt es handelt sich um eine zuckerfreie Sorte. Kaugummis mit hohem Zuckeranteil können hingegen Karies begünstigen. Beim Mundspray ist zu beachten, dass es keinen Alkohol enthält. Mit diesen beiden simplen Tipps kannst Du stets bedenkenlos für frischen Atem sorgen, egal ob mit Kaugummi oder Mundspray.


 

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