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Der große Unterschied: Männerhaut vs. Frauenhaut

14. März 2012

Kristina Koniker

Pharmazeutin

Pharmazeutin? Ja, aber mit dem Blick für's Wesentliche und ohne großes kosmetisches Fachgesimpel. Sie behält den Überblick auf Kosmetik.org!


Wenn man die Haut einer Frau und die eines Mannes betrachtet, denkt man auf den ersten Blick nicht, dass es große Unterschiede gibt. Doch dies ist ein Trugschluss. Vor allem die hormonellen Unterschiede beeinflussen auch die Haut des jeweiligen Geschlechts. Da ist doch nur allein das Thema Cellulite zu nennen: Wie viele Frauen beschweren sich denn über die kleinen Dellen, die im Sonnenschein so wundervoll hervorstechen? Und nun der Vergleich Mann: Schon mal von einem Mann gehört, dass er Dellen am Po hat?

Wie unterscheidet sich die Männerhaut von der einer Frau?

  1. Bindegwebe & Co.
    Männer haben vor allem ein festeres Bindegewebe als Frauen. Auch die hautnahe Muskulatur ist fester, als bei einer Frau. Männer haben somit eine geringere Neigung zu Fettablagerungen im Gesicht und ebenso ist der Anteil an Kollagen in der Haut höher. Hier haben wir auch gleich die Erklärung dafür, weswegen Männer deutlich weniger zu Cellulite neigen.
  2. Talgproduktion
    Auch die Talgproduktion ist bei dem männlichen Geschlecht deutlich höher als bei Frauen. Durch den Talgfilm, der sich auf der Haut bildet, haben sie auch gleichzeitig ein besseres Wasserrückhaltevermögen der Haut. Das kann einerseits natürlich ein Vorteil sein, da Männer weniger an zu trockener Haut leiden, jedoch bilden sich durch den Talgfilm dann auch vermehrt Pickel und Hautunreinheiten. Außerdem ist der Hang zur Akne deutlich höher. Dies ist vor allem in und auch noch nach der Pubertät der Fall.
  3. Schweißproduktion
    Die Schweißdrüsen in der Haut des Mannes sind ausgeprägter – zumindest die aktiven, als bei einer Frau. Deswegen haben viele Männer diesen typisch männlichen Schweiß-Geruch, den wir Frauen so anziehend finden 😉 Spaß beiseite: An sich haben Studien ergeben, dass Männer insgesamt effizienter schwitzen als Frauen. Durch ihren höheren Wasseranteil im Körper können sie zu hohe Körpertemperaturen deutlich schneller und eben auch effizienter ausgleichen.
  4. Wasserhaushalt
    Durch die erhöhte Talgproduktion und den verbesserten Wasserhaushalt, stehen wir Frauen auch bereits mit Anfang 30 vor dem Spiegel und betrachten unsere Falten akribisch und bei Männern beginnt die Faltenbildung erst deutlich später.
  5. Behaarung
    Die vermehrte Körperbehaarung des Mannes geht mit der Vielzahl der Schweißdrüsen einher. Die Haare unterstützen den Körper beim Schwitzen.

Fazit der Redaktion

Fakt ist, dass die Männerhaut deutliche Unterschiede zur Frauenhaut aufweist, weswegen auch eine spezielle und eben für den Mann zugeschnittene Pflege von Nöten ist. Also Männer: bedient Euch nicht immer an den Pflegeprodukten Eurer Frauen, sondern wagt ebenfalls einen Blick in die Kosmetikabteilung der Drogerie-Märkte.


 

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