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Erd- oder Olivenöl - So werden raue Männerhände wieder glatt

31. August 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

So gewinnst du gegen trockene Hände!


Meine Hände sind immer ganz trocken, manchmal auch rissig. Ich benutze schon ab und zu eine Handcreme, aber vielleicht nicht häufig genug. Auf jeden Fall sehen meine Hände so nicht besonders appetitlich aus. Was kann man für dauerhaft weiche Haut an den Händen tun?

 

Raue Hände – Harmlos oder auch krankhaft

Raue Hände gibt es in verschiedenen Variationen. Meist ist zum Glück nur die Hautoberfläche betroffen, was zwar unangenehm, aber noch erträglich und vor allem behebbar ist. In extremeren Fällen entstehen tiefe Risse, die Haut schält sich wie bei einer Schlange ab und die Hände beginnen zu bluten. Wenn du hierunter leidest, hast du in der Regel auch Schmerzen. Dann hört der Spaß auf.

Mindestens ebenso schlimm ist der optische Aspekt, denn rissige Hände wirken auf deine Mitmenschen alles andere als einladend und machen nicht eben Lust auf Berührung.

 

Leichte Fälle: Hände schützen und einfetten

Zur Behandlung rauer Hände gibt es zwei Grundregeln: die Hände müssen regelmäßig mit Feuchtigkeit und Fett versorgt und vor hautfeindlichen äußeren Einflüssen geschützt werden. Trage daher bitte Schutzhandschuhe, falls du regelmäßig mit Chemikalien oder Putzmitteln hantierst oder häufig im Freien arbeitest, vor allem bei niedrigen Temperaturen.
Die Kälte lässt die Haut nämlich noch schneller austrocknen.

Zum Eincremen der Hände gibt es in den einschlägigen Geschäften ein unüberschaubares Sortiment. Ob du eine Handcreme mit Aloe Vera, Kamille, Ringelblume oder sonst einem Gemüse nimmst, ist an und für sich ganz egal. Denn die handelsüblichen Produkte zur Handpflege versorgen deine Haut in der Regel mit allem, was sie benötigt.

Die Hauptsache ist, dass du die Hände auch wirklich regelmäßig eincremst. Vollkommen unnatürlich und dennoch einen Versuch wert ist Vaseline.

 

Gut für das Euter, gut für die Hände

Denn Vaseline ist vom Ursprung her ein Nebenprodukt bei der Erdölverarbeitung. Im Handel bekommt man die salbenartige Fettsubstanz unter verschiedenen Bezeichnungen. Melkfett etwa wird noch immer zur Pflege von Kuheutern eingesetzt, da es das Euter geschmeidig hält und außerdem geruchlos und steril ist.

Deine Hände werden beim Eincremen mit einem schützenden Fettfilm überzogen, der die Haut beruhigt und vor dem Austrocknen bewahrt. Gut für Zitzen und Euter, gut für die Hände – diese Erfahrung haben Generationen von Landwirten gemacht.

Zum Putzen von Lederschuhen sowie der Pflege von Hundepfoten eignet sich das Melkfett übrigens auch. Der einzige Nachteil gegenüber ausgewiesenen Handcremes ist die Tatsache, dass Vaseline wesentlich weniger schnell in die Haut einzieht als diese kosmetischen Produkte.

 

Harnstoff: Nicht nur als Dünger geeignet

Nachdem die Forschung herausgefunden hatte, dass trockene Haut einen deutlich niedrigeren Harnstoffanteil enthält als normale Haut, dauerte es nicht lange bis zur Entwicklung der ersten Harnstoffsalben.

Harnstoff  entsteht beim Abbau von Eiweiß in der Leber und wird unter anderem über die Schweißdrüsen abgesondert. So gelangt der Stoff natürlich auch in die Haut. Harnstoffhaltige Salben gibt es in Hülle und Fülle.

Als Feuchtigkeitsspender sollen sie bei diversen Hautproblemen helfen. Die eventuelle Sorge, dass deine Hände nach dem Einreiben wie ein Bahnhofsklo riechen, ist völlig unbegründet. Das wäre nur der Fall, wenn du deine Hände mit Harnsäure pflegen würdest.

Harnstoff dagegen ist ein ungiftiges, geruchloses Mineral, das weltweit als Dünger eingesetzt wird. Dennoch werden harnstoffhaltige Salben schon mal spöttisch als Pipicremes bezeichnet. Aber wenn´s hilft, was soll´s.

 

Schwere Fälle gehören in medizinische Behandlung

Wenn deine Hände aufgesprungen, vielleicht sogar blutig sind, solltest du lieber zum Arzt gehen als selbst daran herumzudoktern. Es kann dann nämlich sein, dass du an einem Hautekzem leidest. Das kann durch falsche Pflege noch verschlimmert werden.

Erste Anzeichen dafür sind entzündete, gerötete Hautflächen, die jucken und nässen können. Häufigster Grund für ein Ekzem ist die dauerhafte Reizung der Hände, beispielsweise durch allzu aggressive Seifen, Parfums und Chemikalien. Wenn du empfindliche Haut hast, kann auch schon ein ganz normales Produkt zu aggressiv sein.

Bei der Behandlung finden Hautärzte in der  Regel zuerst heraus, welche Substanz für das Ekzem verantwortlich war. Danach bekommst du Salben, eventuell auch Cortison. Wenn du weißt, was die Hautveränderung auslöst, ist es am besten, durch das Tragen von schützenden Handschuhen einem Ekzem vorzubeugen, indem dieser Stoff von der Haut fern gehalten wird.

 

Hausmittel aus dem Kühlschrank ausprobieren

Gegen raue Hände gibt es eine Vielzahl von Empfehlungen aus der Naturapotheke, die auch gern als Hausmittel bezeichnet werden. Beim Lesen von Ratgebern aus der Buchhandlung bekommt man schnell den Eindruck, dass der halbe Kühlschrank-Inhalt zur Behandlung rauer Hände geeignet ist. Umso besser und billiger.

Ob sich die Haut deiner Hände durch eine Zitronensaft-Honig-Mixtur, eine Mohrrübe-Quark-Weizenkeim-Mischung oder Banane-Schlagsahne-Joghurt-Zubereitung beruhigen lässt, musst du selbst herausfinden. Auch Oliven-, Jojoba-, Sonnenblumen-, Mandel-  und Kürbiskernöl zum Einreiben der Hände und kaltes Kartoffelwasser werden gern empfohlen.

Eine selbst hergestellte Handcreme sollte unbedingt auch ölhaltige Avocado enthalten. Es ist durchaus möglich, dass unter all diesen Vorschlägen die für deine Hände geeignete Mischung dabei ist. Probiere es einfach aus. Was nicht wirkt, kannst du ja vielleicht stattdessen noch essen.

 

Fazit der Redaktion

Raue Hände sind so unangenehm wie unschön. Und obendrein auch noch unnötig. Denn durch regelmäßiges Eincremen sind sie ganz leicht zu vermeiden. Es sei denn, hinter dem Problem verbirgt sich eine veritable Hautkrankheit, beispielsweise ein Ekzem. Das kann nur der Arzt behandeln.

Meist ist aber auch diese lästige Erscheinung durch bloßes Einreiben zu beheben, dann eben mit den verschreibungspflichtigen Salben vom Hautarzt. Raue Hände sind also ein Problem, das man nicht vernachlässigen sollte. Sind sie doch so leicht zu beheben.


 

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