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Rasurbrand – Eine juckende Plage, die vermeidbar ist

11. September 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Nie wieder Rasurbrand


Ich habe immer mal wieder unter Rasurbrand zu leiden. Wie kommt dieses Problem eigentlich zustande und wie kann ich es verhindern? Ich möchte mir auf keinen Fall einen Bart wachsen lassen, muss mich also täglich rasieren. Habt Ihr vielleicht ein paar Tipps, wie ich trotzdem dauerhaft von Rasurbrand verschont bleiben kann?

 

Ein alt bekanntes und überaus unangenehmes Phänomen

Welcher Mann, der sich täglich rasiert, hat nicht schon das eine oder andere Mal mit dem lästigen Phänomen Rasurbrand Bekanntschaft gemacht?! Nach dem Rasieren treten juckende und brennende Pickelchen an den behandelten Stellen auf, die nicht nur plagen, sondern zu allem Übel auch noch unschön aussehen. 

Vor allem die Halsregion ist sehr häufig davon betroffen. Es gibt aber wirksame Mittel und Wege, den lästigen Hautirritationen vorzubeugen.

 

Was ist Rasurbrand und wie kommt es dazu?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Phänomen um brennende Haut nach der Rasur. Die Rötungen und der Ausschlag, die damit verbunden sind, halten sich oft hartnäckig über Tage hinweg.

Mit dem Fachbegriff bezeichnet man das Ganze als ‚Pseudofolliculitis barbae‘, der Volksmund nennt es einfach und sehr treffend ‚Rasurbrand‘. Nassrasierer sind am häufigsten davon betroffen, aber auch Trockenrasierer bleiben leider nicht immer verschont.

Die Rasurmethode alleine bewahrt Dich also nicht vor der gefürchteten Hautirritation. Nass oder Trocken, die oberste Devise sollte immer heißen: niemals gegen die Wuchsrichtung rasieren.

Eine absolute Selbstverständlichkeit sollte es sein, dass Du stets frische, scharfe Klingen verwendest. Diese sollten deshalb so scharf wie möglich sein, damit beim Rasieren kein allzu starker Druck ausgeübt werden muss, der den Rasurbrand noch begünstigen würde.

Ein leichtes Gleiten über die Haut reicht bei wirklich scharfen Klingen nämlich völlig aus und schont die behandelten Hautpartien beim Rasieren.
Soweit die eher vermeidbaren Ursachen für Rasurbrand, welche Du möglichst verhindern solltest.

Es gibt aber auch Auslöser von Rasurbrand, die nicht so einfach zu handhaben sind. Hautirritationen nach der Rasur können nämlich auch dadurch zustande kommen, dass die abgeschnittenen Haarspitzen nicht gerade aus der Haut heraus wachsen.

In diesem Fall kann es zu einem Weiterwuchs unterhalb der Haut kommen, der starke Reizungen auslöst und Pickel sprießen lässt. Dieses Phänomen tritt vorwiegend bei gelockten Haaren auf.

Dann ist regelmäßiges Rasieren besonders wichtig, eine gründliche Vorbehandlung ist dabei unbedingt zu empfehlen. Dafür gibt es auf dem Kosmetikmarkt speziell auf dieses Problem abgebstimmte Pflegeprodukte. Viel Wasser trinken soll aber auch helfen, denn dadurch wird die Straffheit der Haut aufrechterhalten.

 

Dem fiesen Rasurbrand vorbeugen

Einige vorbeugende Maßnahmen hast Du ja bereits kennen gelernt, dabei ging es um die Vermeidung der auslösenden Ursachen. Darüber hinaus ist gründliche Pflege die effektivste Prophylaxe gegen den heimtückischen Rasurbrand.

Wenn Du schon weißt, dass Du zu Hautirritationen neigst, solltest Du lieber gleich vor der Rasur zu einem Pre-Shave-Oil greifen. Eine Vorbehandlung mit wenigen Tropfen eines pflegenden Spezialöls machen die zu kappenden Haare geschmeidiger, sie sind danach leichter vom Rasierer zu erfassen.

Auf der geölten Haut gleitet zudem die Rasierklinge reibungsloser und macht die Rasur somit schonender. Besonders empfindliche Männer sollten zudem für die Nassrasur eine speziell auf ihre sensible Haut abgestimmte Rasiercreme oder –seife benutzen.

Die Vorbehandlung mit einer gewissen Einwirkzeit der Kosmetikprodukte erhöht deren Wirksamkeit bei der anschließenden Rasur. Zu beachten ist eine gründliche Entfernung auch der kleinsten Produktreste nach der Rasur, das ist absolut elementar für die Beruhigung der Haut.

Gönne Deiner gestressten Haut für danach ein sanftes Pflegeprodukt ohne Alkohol. Auf synthetische Duftstoffe solltest Du dabei aber lieber verzichten, wenn Du ohnehin mit empfindlicher Haut zu kämpfen hast, denn sie können überaus reizend wirken.

Deine Haut wird Dir die pflegliche Behandlung mit gesundem und strahlendem Aussehen danken.

 

Und wenn es doch passiert ist?

Was tun, wenn es doch einmal zu spät ist und die Haut schon heftig juckt und brennt?

Dann solltest Du Deiner Haut auf jeden Fall erstmal eine Ruhepause gönnen und sie so lange nicht mehr mit der Rasurprozedur stressen, bis sie sich wieder völlig beruhigt hat.

Während dieser Ruhephase kannst Du Deiner Haut sanfte Pflegeprodukte gönnen, übertreibe es aber nicht damit, um Deine überbeanspruchte Haut nicht noch mehr zu stressen.

Die Hautirritationen dürfen aber keinesfalls länger als eine Woche andauern, sind die Symptome des Rasurbrands dann immer noch nicht abgeklungen, solltest Du vorsichtshalber einen Hautarzt zu Rate ziehen.

 

Fazit der Redaktion

Rasurbrand ist ein alt bekanntes Übel, mit dem schon Generationen von Männern zu kämpfen hatten. Das beste Mittel gegen die unangenehmen Hauterscheinungen ist die Prophylaxe.

Denn wenn es erstmal so weit ist, die Haut also bereits juckt und brennt, hilft eigentlich nur noch Schonung und Rasurabstinenz.

Am besten beachtet man also die Vermeidung der Ursachen des Rasurbrands, dann bleibt die Männerhaut geschmeidig und attraktiv. Es sei denn man hat gelockte Haare, die kreuz und quer nach innen wachsen.

Aber dann bleibt ja für den geplagten Mann im schlimmsten Fall immer noch die irritationslose Alternative, sich einen Bart stehen zu lassen, anstatt ständig gegen Windmühlen anzukämpfen.


 

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