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Nesselsucht - Auslöser, Symptome und Behandlung

14. Januar 2014

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.

Was ist die Nesselsucht und wie wird sie behandelt?


Die Nesselsucht, auch als Urtikaria bekannt, bezeichnet eine unerwünschte Hautreaktion, die durch verschiedene Einflüsse ausgelöst werden kann. Äußern tut sich die Nesselsucht durch plötzlich auftretende Quaddeln und Erytheme (Hautrötungen), die oftmals auch mit einem Juckreiz einhergehen. Aufgrund der Symptome wird auch klar, wieso die Nesselsucht als Urtikaria bezeichnet wird: diese sind nämlich vergleichbar mit der Hautreaktion, die auftritt, wenn man mit einer Brennnessel (Urtica) in Berührung kommt. Nesselsucht kann den ganzen Körper betreffen und wird von den betroffenen Personen als sehr unangenehm empfunden.

Symptome und Auslöser der Nesselsucht

Oft beginnt es nach dem Verzehr bestimmter Lebensmitteln, nach dem Sonnenbaden, aufgrund von Schwitzen, Druck, Kälte oder psychischem Stress. Wie zu sehen ist, gibt es keinen speziellen Auslöser für das Auftreten einer Nesselsucht. So gibt es auch Menschen, bei denen irgendwann in ihrem Leben mal eine Nesselsucht auftritt. Andere hingegen leiden regelmäßig unter den stark juckenden Hautveränderungen. Interessant ist dabei zu beobachten, dass die Quaddeln und Rötungen manchmal über den Köper zu „wandern“ scheinen. Sie treten also an einer Körperstelle auf und sind wenige Zeit später an einer anderen Stelle zu finden. Häufig sind auch mehrere Körperstellen betroffen, wobei die Quaddeln auch hier nie an einer einzigen Stelle verbleiben. Die Betroffenen müssen sich außerdem mit quälendem Juckreiz herumschlagen.

Wie entstehen die Quaddeln überhaupt

Als Auslöser wurde der Botenstoff Histamin enttarnt, der in den Mastzellen des Körpers freigegeben wird. Histamin dient unter anderem dazu, Entzündungen hervorzurufen und ein Anschwellen des Gewebes herbeizuführen. Dies soll der Abwehr körperfremder Stoffe dienen. Somit ist Histamin eigentlich ein positiver Botenstoff, der zum körpereigenen Immunsystem gehört.

Chronisch oder akut?

Die Nesselsucht wird üblicherweise durch den Zeitraum unterschieden, in dem die Quaddeln und Erytheme auftreten. Dauert die Nesselsucht nicht länger als 6 Wochen an, wird von einer akuten Nesselsucht gesprochen. Sofern die Überempfindlichkeitsreaktion länger andauert als 6 Wochen, spricht man von einer chronischen Nesselsucht.

Was man gegen die Nesselsucht tun kann

Es kommt natürlich darauf an, ob man zu den Personen zählt, die immer wieder Nesselsucht-Schübe haben oder zu denjenigen, die nur einmal oder hin mit den juckenden Quaddeln herumärgern müssen. Chronisch Betroffene müssen sich genau beobachten, um herauszufinden, wann die Quaddeln auftreten. Es ist nämlich häufig gar nicht so einfach, einen Auslöser für die Überempfindlichkeitsreaktion ausfindig zu machen. Akute Nesselsuchtschübe verschwinden oft ebenso schnell wieder, wie sie aufgetreten sind. Hier ist also gar keine Behandlung notwendig. Dauert die Nesselsucht jedoch länger an, kann man sich vom Arzt Antihistaminika oder auch Kortison verschreiben lassen. Meist klingen die Quaddeln und der damit verbundene Juckreiz dann recht schnell ab.


 

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