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Bei meinem Kind hat sich die Grindflechte im Gesicht ausgebreitet. Wir waren auch schon beim Arzt und haben mit der Therapie angefangen. Allerdings würde ich gerne mal einen Überblick über diese Ha [...] mehr lesen »

Hautkrebs – Die Gefahr aus der Sonne

24. Oktober 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Hautkrebs durch Sonnenstrahlen


Was genau ist eigentlich Hautkrebs? Diese Frage ist nicht so ganz eindeutig zu beantworten, denn es gibt verschiedene Formen dieser Krankheit, die ziemlich unterschiedlich sind. Hautkrebs ist aber immer ein bösartiger Tumor der Haut.

Allen Arten gemeinsam ist auch die Entstehungsgeschichte, denn Hauttumore sind stets auf übermäßige Sonneinstrahlung zurück zu führen. Deine Haut vergisst und vergibt Dir in Bezug darauf nichts, jeder Sonnenbrand, den Du im Laufe Deines Lebens hattest, wird unbarmherzig auf das Konto Deines Hautkrebsrisikos gebucht.

 

Die verschiedenen Hautkrebsarten

Grundsätzlich wird zwischen schwarzem und weißem Hautkrebs unterschieden. Der weiße Hautkrebs wird nochmals in drei Tumorarten unterteilt. Diese heißen Basaliom, aktinische Keratose und Spinaliom. Der schwarze Hautkrebs ist auch unter dem Namen malignes Melanom bekannt, er ist der gefährlichste Hauttumor überhaupt. Diese Krebsform birgt das größte Risiko der Metastasenbildung unter den bösartigen Tumoren der Haut.

 

Der schwarze Hautkrebs

Das maligne Melanom ist meist als pigmentierter Knubbel auf der Haut zu erkennen, man kann ihn leicht mit einem Leberfleck verwechseln. Wenn Du viele dunkle Leberflecken auf Deiner Haut hast, die auch noch leicht erhoben sind, solltest Du diese regelmäßig von Deinem Hautarzt kontrollieren lassen. Zur Selbstkontrolle gibt es die ABCDE Regel.

 

  • A steht für Asymmetrie, das erste Unterscheidungsmerkmal im Vergleich zum normalen Muttermal. Hauttumore haben im Gegensatz zu harmlosen Leberflecken meist keine gleichmäßige Form.
  • B steht für Begrenzung, eine unregelmäßige Abgrenzung ist ein weiteres Indiz für Hautkrebs.
  • C steht für Colorit, auch bei der Farbe weist ein heterogenes Bild auf ein bösartiges Geschehen hin.
  • D steht für Durchmesser, wenn dieser merklich zunimmt, besteht Handlungsbedarf.
  • Und das E steht schließlich für Erhabenheit, der schwarze Hautkrebs wächst nicht nur in die Breite und vergrößert seinen Durchmesser, er wird mit der Zeit auch allmählich höher.

 

Wenn Du ein einzelnes dieser Merkmale beobachtest, musst Du Dir noch keine Sorgen machen, kommen aber mehrere Buchstaben zusammen, solltest Du die betroffene Stelle einem Arzt zeigen.

Denn gerade beim malignen Melanom kann eine möglichst frühzeitige Diagnose überlebenswichtig sein. Der Arzt wird sich Deinen verdächtigen Hautknubbel durch das sogenannte Dermatoskop anschauen, das ist ein Auflichtmikroskop, welches den Hautkrebs mit Hilfe der speziellen Beleuchtung identifiziert.

Möglicherweise muss zur endgültigen Abklärung zusätzliche eine Gewebeprobe entnommen werden. Steht die Diagnose schwarzer Hautkrebs einmal fest, muss schnell gehandelt werden. Die Hautveränderung wird unter örtlicher Betäubung chirurgisch entfernt. Falls sich schon Metastasen gebildet haben, kann zusätzlich eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie notwendig werden.

In jedem Fall ist die Nachsorge von großer Bedeutung. Zwar stehen die Heilungschancen sehr gut, wenn der Hauttumor noch nicht in tiefere Schichten vorgedrungen war. Dennoch besteht eine gewisse Gefahr, dass der Krebs wieder kommt. Das nennt man dann Rezidiv.

Regelmäßige Kontrollen geben Dir eine große Sicherheit, denn etwaige Neubildungen von Hautkrebs können dadurch frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden.

 

Der weiße oder helle Hautkrebs

Wie der Name schon ahnen lässt, ist der weiße Hautkrebs nicht pigmentiert, also genauso gefärbt wie die umliegenden Hautbereiche. Das unter diese Kategorie gehörende Basaliom ist der häufigste Hauttumor überhaupt. Er ist nur halbbösartig und bildet in der Regel keine Metastasen.

Basaliome können wie flache Narben aussehen, aber auch kleine Knötchen bilden. Selten sind diese Hauttumore auch gefärbt, die Pigmentierung kann von rötlich bis schwarzbraun gehen.

Auffällige Hautstellen, die sich mit der Zeit verändern, solltest Du vorsichtshalber immer einem Arzt zeigen. Der Laie ist nicht in der Lage zwischen harmlos und bösartig oder zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs zu unterscheiden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die Hautveränderungen der Ausprägungen können manchmal sehr ähnlich sein. Geh also kein unnötiges Risiko ein und konsultiere Deinen Hausarzt lieber einmal zu oft als einmal zu selten.

Du musst zwar nicht wegen jedem Pickel in Panik geraten, zu gleichgültig solltest Du mit Deiner Haut aber auch nicht umgehen. Auch ein Basaliom wird normalerweise chirurgisch entfernt. Man kann ihn aber auch mit einer Kältebehandlung oder durch Ausschaben therapieren.

Die aktinische Keratose ist die noch nicht bösartige Frühform des Spinalioms. Diese Art von weißem Hautkrebs tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf, besonders ab dem siebzigsten Lebensjahr. Betroffen sind vor allem jene Körperregionen, welche das ganze Leben hindurch der Sonne ausgesetzt waren, also Gesicht und Handrücken.

Zuerst fällt dort eine raue Fleckenbildung auf, aus den Flecken entwickeln sich aber mit der Zeit kleine Hornhautknoten. Wird aus der aktinischen Keratose ein Spinaliom, zeigt sich ein derber, vergrößerter Knoten.

Die Frühform kann noch mit dem Laser oder der Kältetherapie behandelt werden. Ein Spinaliom muss jedoch unbedingt chirurgisch entfernt werden, weil sonst Metastasen drohen. Ist der Hautkrebs schon entsprechend weit fortgeschritten, entfernt der Chirurg zusätzlich die umliegenden Lymphknoten. Sind bereits Metastasen vorhanden, muss wie beim schwarzen Hautkrebs eine Strahlentherapie oder Chemotherapie folgen.

 

Wie kann ich Hautkrebs verhindern?

Wie bereits erwähnt ist die Sonne mit ihrer UV Strahlung die Ursache für Hautkrebs. Das gilt für alle beschriebenen Formen der bösartigen Hauttumoren. Die beste Prophylaxe ist also folglich ein guter Sonnenschutz.

Das muss aber nicht heißen, dass Du nie wieder in die Sonne darfst. Das Sonnenlicht hat auch viele gesunde Auswirkungen auf den Menschen, diese kannst Du für Dich nützen, wenn Du vernünftig mit der Sonnenbestrahlung umgehst.

Das stundenlange Braten am Strand sollte natürlich tabu sein. Zugegeben, braune Haut ist schön und gehört auch zum Sommer dazu. Aber Deine Haut bräunt genauso schön, wenn sie die Farbe nur langsam annimmt.

Schütze Dich also mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor vor den schädlichen Wirkungen der UV Strahlung. Du weißt bestimmt, dass Du auch im Schatten braun werden kannst, es dauert nur länger. Hüte Dich vor Sonnenbrand und übe Dich in Geduld. Das gilt selbstverständlich ganz besonders für hellhäutige Typen.

Wenn Du ohnehin schon einen dunkleren Teint hast, musst Du nicht so sehr aufpassen wie Deine blassen Freundinnen. Also, genieße den Sommer lieber gut geschützt und beobachte Deine Haut.

Auffällige Veränderungen solltest Du nicht ignorieren, sondern nach der ABCDE Regel begutachten und im Zweifelsfall Deinem Hausarzt zeigen. Wenn Du Dich an diese einfachen Vorgaben hältst, hast Du schon viel getan im Kampf gegen den Hautkrebs.


 

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