Sie sind hier: Kosmetik.org » Hautkrankheiten » Fußpilz - Keine falsche Scham, bitte!

Back to Top





Bei meinem Kind hat sich die Grindflechte im Gesicht ausgebreitet. Wir waren auch schon beim Arzt und haben mit der Therapie angefangen. Allerdings würde ich gerne mal einen Überblick über diese Ha [...] mehr lesen »

Fußpilz - Keine falsche Scham, bitte!

9. Mai 2012

Kristina Koniker

Pharmazeutin

Pharmazeutin? Ja, aber mit dem Blick für's Wesentliche und ohne großes kosmetisches Fachgesimpel. Sie behält den Überblick auf Kosmetik.org!

Juckender Fußpilz


„Ahhh ich könnte wahnsinnig werden! Meine Füßen jucken, besonders schlimm wird es nach dem Duschen! Was kann ich tun, um den lästigen Fußpilz so schnell wie möglich wegzubekommen? Ich weiß auch nicht wo ich mir den geholt habe!“

Fußpilz – Klein, aber oho!

Der lateinische Name Tinea pedis klingt eigentlich ganz hübsch und ziemlich harmlos, bezeichnet aber eine äußerst unangenehme Hautkrankheit, nämlich den Fußpilz. Leider ist diese Pilzinfektion der Füße ebenso weit verbreitet wie unerquicklich. Man schätzt, dass etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland darunter leiden. Du brauchst Dich also überhaupt nicht zu schämen, wenn Du Dir auch mal einen Fußpilz einhandelst, Du befindest Dich in bester Gesellschaft. Die meisten Betroffenen reagieren aber leider genau so, sie schämen sich und lassen sich deshalb nicht behandeln. Nur jeder Zehnte tut etwas gegen den Fußpilz. Mach nicht den gleichen Fehler, wenn Dich mal eine Pilzinfektion erwischt hat, um Deinetwillen und auch Deinen Mitmenschen zuliebe. Denn durch dieses Verhalten steigt die Infektionsgefahr beträchtlich. Eine Pilzinfektion ist nicht peinlich, sondern einfach nur lästig, und sollte deshalb so schnell wie möglich bekämpft werden.

Bläschen und jucken?

Wenn Du an Deinen Füßen, besonders in den Zehnzwischenräumen, weißliche Bläschen entdeckst, solltest Du an Fußpilz denken. Die Haut kann dort entweder trocken und schuppig aussehen, oder auch stark nässen. Manchmal juckt es sehr stark, bei Entzündungen kann Fußpilz sogar ziemlich wehtun. Wartet lieber nicht, bis die Füße auf Schritt und Tritt schmerzen, geht lieber gleich bei den ersten Anzeichen zu einem Arzt oder in die Apotheke. Ein Besuch im Schwimmbad oder der Sauna kann schon reichen, und plötzlich hat man ungebetene Gäste an den Füßen. Man kann sich nur bedingt davor schützen. Denn die Pilze fühlen sich besonders im feuchtwarmen Klima wohl, das finden sie nun mal zwischen den Zehen ihrer menschlichen Wirte vor. Wenn man nichts gegen die Plagegeister unternimmt, verbreiten sich die Pilze mit dem schönen Namen Tinea pedis ungehindert weiter und quälen einen mit unangenehmen Symptomen. Je früher man aber dem Fußpilz den Kampf ansagt, desto leichter und schneller wird man ihn auch los.

Der Kampf gegen den Fußpilz

Man muss nicht immer sofort zum Arzt rennen, denn Fußpilz ist auch sehr gut selbst therapierbar. Die Devise lautet dabei aber: Immer dran bleiben! Die kleinen Biester versuchen sich immer mehr zu verbreiten, also nicht einfach mal Zwischendurch die Lust verlieren. Dann ist der Juckreiz schneller da als man glaubt. In der Apotheke gibt es viele geeignete Mittel gegen Fußpilz, die man zu Hause selbst anwenden kann.

Die rezeptfreien Wirkstoffe, nach denen man in der Apotheke fragen muss, heißen Clotrimazol und Bifonazol. Das freundliche Personal dort berät seine Kunden zwar auch gerne, aber beim Thema Fußpilz möchte man wahrscheinlich nicht so viele Worte machen, sondern möglichst schnell bezahlen und den Laden wieder verlassen. Das Wichtigste ist, dass man frühzeitig etwas unternimmt, sonst kann sich der Pilz von den Zehenzwischenräumen auf die ganzen Füße ausbreiten. Das sieht nicht nur hässlich aus, es macht auch fiese Beschwerden. Deswegen sollte man es erst gar nicht so weit kommen lassen, und außerdem können sich zum Beispiel auch Mitbewohner anstecken. Gemeinsam benutzte Utensilien wie Handtücher oder Nagelscheren sollten so lange tabu sein, bis man dem Fußpilz den Garaus gemacht hat. Auch barfuß gehen auf dem Teppich und das gemeinsame Tragen von Schuhen birgt erhebliche Ansteckungsgefahr.

3 Wochen und alles ist vorbei

Die Therapie mit dem Antipilzmittel aus der Apotheke dauert überschaubare drei Wochen, dann kann alles wieder so sein wie vorher. In dieser Zeit sollte man die Vorsichtsmaßnahmen aber akribisch befolgen. Und auch wenn die Symptome nach einer Woche weg sind, sollte man die Packung vorschriftsgemäß aufbrauchen, denn die Pilze ziehen sich gerne mal zurück, um dann wieder voll anzugreifen.

Und wie kann man sich schützen?!

Im Prinzip kann sich Jeder immer einen Fußpilz einfangen. Besonders gefährdet sind aber Menschen mit Diabetes oder auch Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Darüber hinaus spielt die Genetik eine Rolle, Fußpilz kann also in der Familie liegen. Wenn man oft ins Schwimmbad oder in die Sauna geht, ist das eigene Risiko ebenfalls erhöht. Aber auch in den öffentlichen Duschräumen von Sporthallen oder Fitnessstudios lauert der Pilz auf Deine Füße. Wie gesagt liebt es der Fußpilz feucht und warm, durch geeignete Kleidung kann man ihm die Show vermasseln. Atmungsaktive Socken vermindern die Schweißbildung zwischen den Zehen und offene Schuhe sind besser als immer nur Turnschuhe. Eine gute Vorbeugung ist auch sorgfältiges Abtrocknen der Füße, insbesondere in den Zwischenräumen der Zehen. Wenn man danach eine pflegende Creme aufträgt, die Teebaumöl enthält, hat man optimal vorgesorgt. Denn darin sind natürliche Stoffe enthalten, die eine gute Wirkung gegen Pilze haben und deren Einnistung verhindern können.


 

Kommentare