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Bei meinem Kind hat sich die Grindflechte im Gesicht ausgebreitet. Wir waren auch schon beim Arzt und haben mit der Therapie angefangen. Allerdings würde ich gerne mal einen Überblick über diese Ha [...] mehr lesen »

Furunkel

20. Februar 2014

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.

Wie behandelt man ein Furunkel


Oft ist das Rasieren Auslöser für die Bildung eines Furunkels. Eine kleine Verletzung bietet den Bakterien freie Bahn in die Haut einzudringen und verursachen dort eine Haarbalgentzündung. Wenn sich dabei auch das umliegende Gewebe entzündet, bildet sich meist ein Furunkel.

Wieso entstehen Furunkel überhaupt?

Bei einem Furunkel handelt es sich also um eine Entzündung des Haarbalgs. Ausgelöst wird diese Entzündungsreaktion durch Bakterien, meist durch das sogenannte Staphylococcus aureus, das sich auf unserer Hautoberfläche befindet. Ist der Haarbalg erstmal entzündet, kommt es im Anschluss zu einem Absterben von Zellgewebe (Nekrose) begleitet von einer Eiteransammlung. Im folgenden Verlauf durchbricht das Furunkel die Haut und Eiter tritt aus. Wenn eine vollständige Entleerung stattgefunden hat, heilt die Stelle von alleine wieder ab. Meist bildet sich jedoch eine kleine mehr oder weniger sichtbare Narbe. Dies ist besonders ärgerlich, wenn das Furunkel im Gesicht aufgetreten ist. Das passiert besonders bei Männern häufig, die sich regelmäßig rasieren.

Damit Staphylococcus aureus im Körper eine solche Entzündungsreaktion hervorrufen kann, muss zumindest eine leichte Immunschwäche vorliegen. Das ist schon der Fall, wenn wir etwas erkältet sind, einen Infekt haben oder allgemein viel schwitzen. Zudem gelten auch zu enge Kleidung und eine unzureichende Desinfektion nach der Rasur begünstigend auf die Entstehung eines Furunkels.

Wo kann ein Furunkel entstehen?

Ein Furunkel kann überall dort entstehen, wo Körperbehaarung ist. Also im Prinzip überall am Körper. Dennoch sind es meistens bestimmte Körperstellen, die betroffen sind. Bei Männern mit stark behaartem Gesäß ist es eben die Kehrseite. Häufig kommt ein Furunkel aber auch am Genitalbereich, in den Achselhöhlen, im Gesicht, am Oberschenkel sowie am Nacken vor.

Ist ein Furunkel gefährlich?

Kleine Furunkel sind nicht gefährlich. Befindet sich das Furunkel jedoch im Gesicht, ist Vorsicht geboten. Bakterien können von dort nämlich leicht ins Gehirn dringen und für schwerwiegende Folgen verantwortlich sein. Bei Gesichtsfurunkeln sollte also immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. Problematisch können auch sehr große und mehrere dicht beieinanderliegende Furunkel werden. Wenn diese miteinander verschmelzen, bildet sich das sogenannte Karbunkel, das sehr schmerzhaft und unangenehm werden kann.

Was soll man tun, wenn sich ein Furunkel gebildet hat?

Furunkel sind meistens harmlos und verschwinden oft von alleine wieder. Es hilft, wenn man die betroffene Stelle desinfiziert und keine enge Kleidung trägt. Auch die sogenannte Zugsalbe wird oft zur Behandlung empfohlen. Sie ist frei in Apotheken verkäuflich und wird dünn auf das Furunkel aufgetragen. Durch die Salbe wird der Eiter im Furunkel „herausgezogen“, was zur schnelleren Entleerung führt.

Größere Furunkel hingegen sollten vom Arzt geöffnet werden, insbesondere wenn sich diese im Gesicht befinden. Unter Umständen ist hier sogar eine Antibiotika-Einnahme nötig.

Wie kann man Furunkeln vorbeugen?

Furunkel entstehen besonders gerne nach dem Rasieren. Es ist daher ratsam, die Haut nach der Rasur mit Alkohol oder Rasierwasser zu desinfizieren. Um Furunkeln in der Intimregion vorzubeugen, sollte man zudem auf enge und unluftdurchlässige Wäsche verzichten.


 

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