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Bei meinem Kind hat sich die Grindflechte im Gesicht ausgebreitet. Wir waren auch schon beim Arzt und haben mit der Therapie angefangen. Allerdings würde ich gerne mal einen Überblick über diese Ha [...] mehr lesen »

Erysipel

12. März 2014

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.

Was hilft gegen Erysipel


Das Erysipel oder auch umgangssprachlich der „Rotlauf“ ist eine oberflächlich auftretende Entzündung der Haut. Es tritt plötzlich auf und entsteht durch Bakterieninfektionen, die durch kleine Hautverletzungen eindringen. Die Rötungen sind scharf begrenzt und stark gefärbt. Erysipel tritt am häufigsten im Gesicht und im Bereich der Unterschenkel auf. Die Rötung ist stark schmerzend und parallel erscheinen im Regelfall andere Krankheitssymptomen wie Fieber oder Schüttelfrost. Bei den ersten Anzeichen von Erysipel sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Oftmals wird das Erysipel nicht sofort vom Patienten erkannt, da die anderen Symptome wie Schlappheit und Fieber eher auf einen grippalen Infekt hindeuten, bei dem nicht jeder sofort zum Hausarzt geht.

Symptome und Auslöser

Ein typisches Symptom ist das plötzliche Auftreten der Hautrötung. Innerhalb kürzester Zeit entsteht eine flammenartige und oberflächliche Hautrötung, die stark zu schmerzen beginnt. Diese weidet sich flächenhaft aus. Lymphknoten und Hautareale der betroffenen Stellen sind teilweise stark angeschwollen. Zusätzlich zeigt sich die Erysipelerkrankung durch weitere Symptome wie gleichzeitig auftretendes Fieber oder Schüttelfrost zur Hautrötung. Bestehen Durchblutungsstörungen oder eine Immunschwäche kann sich das Erysipel massiv ausweiten. Neben der Hautrötung bilden sich dann noch kleine Bläschen auf der geröteten Stelle und Einblutungen in die Haut sind die Folge.

Wie entstehen Erysipele?

Durch kleinere Verletzungen der Haut treten die gefährlichen Bakterien in den Körper ein. Dazu sind schon minimalste Verletzungen wie Kratzer bei der Pedi- oder Maniküre, Insektenstiche oder auch oberflächliche Verletzungen der Haut vollkommen ausreichend! Von dort werden die Bakterien in die regionalen Lymphknoten transportiert. Körpereigene Abwehrmechanismen versuchen nun die Bakterien zu bekämpfen und starke Hautrötungen sind die Folge. Erysipel findet man häufig bei Kindern und älteren Menschen wieder. Bei einer bestehenden Immunschwäche ist das Erkrankungsrisiko dann nochmals stark erhöht. Einen 100%igen Schutz gegen eine Infektion gibt es auch hier bis heute nicht, ein gesunder Lebenswandel und ein dementsprechend gestärktes Immunsystem helfen eine Infektion zu verhindern.

Chronisch oder akut?

Bei Erysipel oder umgangssprachlich einem Rotlauf, tritt eine akute bakterielle Infektion der Lymphknoten auf. Chronische Erkrankungen und starke Schwächungen des Immunsystems erhöhen die Gefahr einer akuten Ansteckung. Es wurden bereits Fälle von chronischen Erysipel-Erkrankungen gemeldet, diese Fälle traten aber immer mit anderen schwerwiegenden Erkrankungen auf.

Was man gegen die Erysipel tun kann

Im Regelfall können Erysipel-Erkrankungen Zuhause behandelt werden. Eine Verabreichung eines Antibiotikums über einen Zeitraum von 14 Tagen sollte die Infektion stoppen und die Haut regenerieren. Zusätzlich werden während der ersten Tage der Behandlung Schmerzmittel verabreicht. Außerdem sollte die Hautverletzung, durch die der Rotlauf eingedrungen ist, professionell versorgt und verschlossen werden. Zusätzlich werden im Normalfall Erysipel begünstigende Erkrankungen behandelt. Normalerweise sollte das Fieber bereits nach drei Tagen zurückgehen und die Hautirritation langsam verschwinden. Eine Erysipel-Erkrankung muss in jedem Fall vom Arzt behandelt werden. Eine Nichtbehandlung führt zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Lymphödemen oder sogar Elephantiasis, bei der einzelne Körperteile ins Unermessliche wachsen. Man sollte daher ein Erysipel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nur bei einem frühzeitigen Erkennen und Behandeln verschwindet diese im Normalfall schon nach wenigen Tagen nach dem ersten Einnehmen des Antibiotikums.


 

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