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Bei meinem Kind hat sich die Grindflechte im Gesicht ausgebreitet. Wir waren auch schon beim Arzt und haben mit der Therapie angefangen. Allerdings würde ich gerne mal einen Überblick über diese Ha [...] mehr lesen »

Basaliom

14. Februar 2013

Lars Luckenbach


Der weiße Hautkrebs


Mir ist vor ein paar Wochen ein kleiner roter Punkt auf der Nase aufgefallen. Ich dachte, es wäre ein einfacher Pickel oder das die Haut von der Kälte zu sehr strapaziert wurde und es so zu einer Reizung gekommen ist. Allerdings ist er nach etwa vier Wochen immer noch nicht verschwunden und auch Gesichtswasser und verschiedene Pflegeprodukte haben nichts gebracht. Ein Freund meinte dann zu mir, es könnte weißer Hautkrebs sein. Was ist das denn genau? Muss ich zum Arzt oder verschwindet das wieder von alleine?

Was ist das Basaliom?

Ein Basaliom, oder auch weißer Hautkrebs, ist ein Tumor, der oft im Bereich von Kopf und Hals vorkommt und bei Personen auftritt, die oft und lange dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Er ist der häufigste bösartige Tumor, der auf der Haut entstehen kann. Genetische Faktoren und eine häufige und lange Sonnenbestrahlung können die Entstehung von weißem Hautkrebs beeinflussen. Ein guter Sonnenschutz ist daher sehr wichtig. Außerdem wird der Krebs oft auch mit der Schuppenflechte verwechselt, da sich beide Hautkrankheiten sehr ähnlich sehen.

Basaliom wird außerdem noch einmal in sieben Erscheinungsformen aufgeteilt (Solides Basaliom, Zikatrisierendes Basaliom, Sklerodermiformes Basaliom, Exulzerierendes Basaliom, Destruierendes Basaliom, Pigmentiertes Basaliom und Rumpfhautbasaliom).

Wer ist am stärksten betroffen?

Gerade im höheren Lebensalter kann das Basaliom auftreten, da die Haut der Betroffenen meistens einige Jahre dem Sonnenlicht ausgesetzt war. Allerdings leiden immer mehr jüngere Leute an der Krankheit. Vor allem blond- oder rothaarige Personen mit heller Haut, die auch oft Sonnenbrand bekommen, zählen zu den gefährdeten Menschen. Auch Personen, die sich lange im Freien aufhalten, wie beispielsweise Bauarbeiter oder Postboten, haben ein erhöhtes Risiko, dass sich weißer Hautkrebs bildet. Pro Jahr erkranken etwa 100 von 100.000 Menschen. In den letzten Jahren ist die Zahl allerdings gestiegen, was mit der häufigen Nutzung von Sonnensolarien zusammenhängt.

Woran erkenne ich, ob ich ein Basaliom habe?

Meistens sieht es aus wie ein kleiner Pickel, eine Rötung oder in manchen Fällen auch wie Schuppenflechte. Um einem Basaliom herum bilden sich sehr feine rote Äderchen und nach einiger Zeit verändert sich die Hautfarbe. Dieser Vorgang kann aber einige Zeit dauern und es bilden sich zuerst einmal ein nicht sichtbarer Knoten oder eine Verhärtung. Dieser entwickelt sich aus Basalzellen, die sich auf der Oberhaupt befinden. Nach einigen Monaten oder in manchen Fällen auch Jahren, bildet sich ein runder, knotiger Tumor. Manchmal kann ein Basaliom sich auch auf einer Narbe bilden.

Muss ich zum Arzt und wie wird der Hautkrebs diagnostiziert?

Sobald eine Bildung eines Basaliom auffällt, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden um eine schnelle Behandlung aufzunehmen. Denn im frühen Stadium lässt sich der Krebs gut behandeln und die Heilungschancen sind höher. Seit dem 1.Juli 2008 können Personen ab 35 Jahren einen kostenloses Hautcheck machen, der alle zwei Jahre wiederholt werden kann. Bezahlt wird dieser von den Krankenkassen und der Hausarzt sucht während der Behandlung nach auffälligen Veränderungen der Haut.

Was passiert, wenn ich ein Basaliom habe?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Krankheit zu behandeln und meistens wird vom Arzt die passende Behandlung gewählt. Die richtige Therapie hängt vom Alter, der Größe und Ausdehnung und dem allgemeinen Zustand des Erkrankten ab. Die gängigsten Methoden sind eine Operation oder eine Strahlentherapie.

Bei der Operation wird unter örtlicher Betäubung das Basaliom entfernt. Diese Vorgehensweise ist vor allem bei tief gewachsenen, großen Basaliomen oder bei einem wiederauftreten von Nöten. Bei der Strahlentherapie werden die betroffenen Hautstellen mit speziellen Geräten bestrahlt, die das bösartige Hautgewebe absterben lassen. Bei diesem Vorgang wird zwar keine Haut entfernt, allerdings kann eine Strahlentherapie Nebenwirkungen mit sich bringen, die mit einer Operation nicht auftreten können. Daher ist auch eine Operation einer Strahlentherapie vorzuziehen.

Muss ich nach der Behandlung noch etwas beachten?

Da Hautkrebs sich immer wieder ausbreiten kann, ist eine regelmäßige Kontrolle sehr wichtig. Ab dem 35 Lebensjahr, können Krankenversicherte eine kostenlose Kontrolle beim Hausarzt vornehmen lassen. Diese kann alle 2 Jahre wiederholt werden. Auch unabhängig von der Behandlungsart können nach Monaten oder Jahren wieder ein Basaliom an der alten betroffenen Stelle entstehen. Daher ist eine gute Beobachtung der Hautstelle wichtig, um bei einem erneuten Befall eine frühzeitige Behandlung einzuleiten.


 

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