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Hilfe gegen juckende Kopfhaut

16. Juni 2014

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Hilfsmittel gegen juckender Kopfhaut


Hallo Leute, ich habe ein ziemlich ätzendes Problem, nämlich eine ständig juckende Kopfhaut. Naja, nicht immer, aber einfach sehr oft. Das plagt mich doch ziemlich. Besonders nachts passiert es schon mal, dass ich mir die Kopfhaut sogar blutig kratze. Was kann man da tun? Ich muss doch deshalb nicht zum Arzt, oder?! Bitte gebt mir doch ein paar Tipps, damit ich mir diesen Weg ersparen kann.

Juckende Kopfhaut kann viele verschiedene Ursachen haben. Natürlich geben wir Dir gerne ein paar Tipps, aber wenn die nicht helfen, solltest Du doch einen Hautarzt aufsuchen. Der kann erstens die genaue Ursache der Juckerei feststellen und zweitens auch Produkte verschreiben, die bei genau diesem Auslöser hilfreich sind. Aber zuerst kannst Du´s natürlich mal mit ein paar Hausmittelchen probieren.

Die Ursachen

Wie bereits angedeutet kommt da Vieles in Frage. Psychische Belastungszustände, auf  Deutsch gesagt also Stress, können Hautirritationen auslösen, die sich manchmal ausschließlich am Kopf zeigen. Weitere mögliche Auslöser für Kopfhautjucken sind mechanische Belastungen, wenn jemand beispielsweise ständig Mützen, Hüte oder Helme trägt. Auch das falsche Shampoo oder zu häufiges Haare waschen können zum lästigen Juckreiz führen. Das gleiche gilt für andere Haarpflegeprodukte, die nicht zu Deiner Kopfhaut passen. Vor allem Färbemittel sind hier als Verdächtige zu nennen. Wer sich zu heiß föhnt, kann es ebenfalls mit juckender Kopfhaut zu tun bekommen.

Natürlich kann es sich auch einfach um eine zu trockene Kopfhaut handeln, die irgendwann mit Jucken reagiert. Es kommen aber auch ernstere Ursachen wie Allergien, verschiedene Hautkrankheiten, Parasiten oder Pilze in Betracht. Hört sich eklig an, lässt sich aber gut bekämpfen. Alle diese möglichen Gründe für den Juckreiz regen den Ausstoß bestimmter Botenstoffe im Köper an, vor allem von Histamin. Das sorgt dann an Ort und Stelle für eine Entzündungsreaktion, die mit dem entsprechenden Juckgefühl einhergeht.

Der Haarschmerz

Haarschmerz? Haare können doch nicht weh tun, wirst Du jetzt vielleicht denken. Das stimmt natürlich auch, man nennt die Krankheit Trichodynie im Volksmund aber trotzdem so. Dabei handelt es sich um eine Empfindungsstörung der Kopfhaut. Die betroffenen Patienten haben Missempfindungen auf dem Kopf, von leichtem Kribbeln bis zu starkem Brennen. Als Auslöser gelten psychosomatische Ursachen, also Stress. Dadurch entstehen Verspannungen der Kopfhaut, die wiederum zu den genannten Symptomen führen. Die Trichodynie kann dadurch auch von starken Spannungskopfschmerzen begleitet sein. Auch Haarausfall kann zusätzlich auftreten. Je stärker die Symptome, desto schneller schließt sich der psychische Teufelskreis um den Patienten. Denn die Betroffenen leiden so stark unter dem Haarschmerz, dass weitere psychische Probleme die Folge sind, bis hin zu Depressionen. Wenn Du Dich in dieser Beschreibung wieder erkennst, solltest Du also doch schnellstens einen Arzt aufsuchen.

Was tun?

Zunächst solltest Du es mal mit feuchtigkeitsspendenden Produkten probieren. Es gibt spezielle Emulsionen, die man auf der behaarten Kopfhaut anwenden kann. Ein gut wirkendes Hausmittel bei juckender Kopfhaut aufgrund von Austrocknung ist die Einreibung mit Olivenöl. Aber auch Tinkturen aus Rosmarin-, Wacholderbeer- oder Nachtkerzenöl können den Juckreiz lindern und die Trockenheit bekämpfen. Auf jeden Fall solltest Du in Zukunft nur noch ganz milde Haarpflegeprodukte verwenden, Babyartikel wären da beispielsweise eine Möglichkeit. Auch in der Apotheke oder im Reformhaus bekommst Du besonders schonende Naturprodukte.

Tipps zur Anwendung:

  • Die Öle kannst Du einmal die Woche mit einer Pipette direkt auf die Kopfhaut aufbringen. Am besten abends, dann ein Handtuch um den Kopf und ins Bett. So kann das Öl die ganze Nacht seine Wirkung tun. Am nächsten Morgen wäschst Du Dir dann die Haare mit einem milden Shampoo. Aber bitte nicht mit zu heißem Wasser.
  • Neben Öl ist Salz ein bekanntes Mittel bei juckenden Hautproblemen. Viele Menschen mit Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Neurodermitis fahren dafür sogar ans Tote Meer. Diesen weiten Weg musst Du aber gar nicht machen, denn es gibt längst entsprechende Hautpflegeprodukte im Handel. Die kannst Du als Badezusatz verwenden. Nach dem Bad verspricht Johanniskrautöl weitere Linderung. Wie oben beschrieben auftragen und über Nacht einwirken lassen.
  • Du kannst Dir auch ein natürliches Getränk gegen Hautjucken im Allgemeinen anmischen. Dazu nimmst Du jeweils 20 Gramm Stiefmütterchenkraut, Faulbaumrinde, Eichenrinde, Holunderblüten, Birkenblätter und Fenchel. Einen Esslöffel dieser Mischung kochst Du in einer Tasse Wasser auf und lässt diesen Tee fünf Minuten ziehen. Dreimal am Tag kannst Du davon eine Tasse  trinken.

Gerüchte um juckende Kopfhaut

Wenn Du Dich im Internet umschaust, wirst Du häufig auf zwei dubiose Tipps treffen. Der erste lautet, Essigspülungen gegen juckende Kopfhaut zu verwenden. Das solltest Du aber lieber nicht ausprobieren, weil Deine Haut dadurch noch mehr austrocknen kann. Die zweite ominöse Idee gegen Juckreiz ganz oben ist ein Mittel, das ursprünglich von ganz unten kommt. Und da sollte es auch bleiben. Sprays gegen Fußpilz sollen nämlich in der Lage sein, dem Kopfhautjucken den Garaus zu machen. Natürlich ist das weder wissenschaftlich erwiesen noch sonst irgendwie belegt. Stattdessen ist es einfach eine eklige Vorstellung.

Fazit der Redaktion

Juckende Kopfhaut ist ein ziemlich nerviges Problem, das wissen wir aus vielen Zuschriften, die so ähnlich klingen wie Deine. Besonders das nächtliche Kratzen verschlimmert die ganze Sache noch. Dagegen helfen dünne Baumwollhandschuhe, die Du im Bett tragen solltest. Zumindest so lange, bis unsere Tipps geholfen haben.


 

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