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Haarschuppen – Gegen die lästigen weißen Pünktchen lässt sich was tun

6. Dezember 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Haushaltstricks gegen Schuppen


In meinem Beruf trage ich oft dunkle Anzüge. Sehr peinlich, wenn sich auf dem Jackett im Schulterbereich feine weiße Pünktchen zeigen. Leider passiert mir das öfter, denn ich habe Schuppen. Was kann ich dagegen tun? Gibt es Mittel, die wirklich nachhaltig wirken und mich auf Dauer vor solchen Peinlichkeiten bewahren?

 

Anti-Schuppen-Shampoos verwenden oder lieber Austern schlürfen?

Keiner sagt was, aber fast alle denken sich ihren Teil: Wasch dir doch endlich mal wieder die Haare. Alle sehen die weißen Schuppen auf deinen Schultern und meinen, du wärst ungepflegt. Denn Schuppen sehen ziemlich unappetitlich aus und gelten gemeinhin als unsauber. Doch ein Zeichen für mangelnde Hygiene sind sie definitiv nicht. Du weißt das nun, aber deine Mitmenschen werden trotzdem weiterhin denken, dass du dich nicht oft genug wäschst. Um diesen Eindruck zu vermeiden, kannst du nur deine Schuppen bekämpfen. Und dafür gibt es wirksame Möglichkeiten. Du hast die Wahl zwischen handelsüblichen Anti-Schuppen-Shampoos oder altbewährten Hausmitteln.

 

Woher kommen eigentlich die lästigen kleinen Pünktchen?

Haarschuppen sind der sichtbare Beweis dafür, dass die Haut ein ziemlich aktives Körperorgan ist. Sie besteht aus vier Schichten und produziert rund um die Uhr neue Hautzellen. Diese wandern von der untersten in die oberste Schicht und werden dann abgestoßen. Die Hautzellen sind so klein, dass ein Mensch sie nicht sehen kann. Normalerweise. Doch für die Kopfhaut gelten besondere Regeln.

Die Kopfhaut enthält nämlich besonders viele Talgdrüsen, die eine fettige Substanz produzieren, so eine Art körpereigene Pomade. Dieser Talg pflegt und schützt deine Haare. Einige Menschen neigen jedoch zu besonders eifrig arbeitenden Talgdrüsen, die leider mächtig über das Ziel hinausschießen. Dagegen kannst du relativ wenig machen, da es sich um eine genetische Veranlagung handelt.

Aber eine hohe Talgproduktion allein ist noch nicht der Grund für die sichtbar werdenden Haarschuppen. Ein auf der Haut lebender Pilz mit viel Appetit auf Fettiges spielt bei der Schuppenbildung die entscheidende Rolle. Sein Name ist Malassezia und er ist ein ganz normaler Teil der menschlichen Hautflora. Jeder hat ihn auf dem Kopf, auch wenn diese Vorstellung nicht besonders reizvoll erscheint. Reizvoll ist aber genau das richtige Stichwort in diesem Zusammenhang. Malassezias Lieblingsspeise ist das Fett unserer Talgdrüsen. Logisch, dass er bei Menschen mit sehr regen Drüsen am Kopf häufiger vorkommt und sich bei ihnen besonders wohl fühlt. Es ist wie sonst auch in der Natur: viel Nahrung, viele Konsumenten. Allerdings hat Malassezia die unangenehme Eigenschaft, eine Säure abzusondern, auf die deine Kopfhaut gereizt reagiert.

Und hier kommt wieder das Stickwort, hier haben wir es nämlich tatsächlich mit einem im wahrsten Sinne des Wortes reizvollen Pilz zu tun. Die Antwort der Kopfhaut auf die Säure ist denn auch oft eine Überreaktion, beziehungsweise eine Überproduktion: Sie produziert sehr schnell sehr viele neue Hautzellen und stößt sie besonders rasch ab. Jeder reagiert unterschiedlich auf die Säure der Pilze. Daher leiden nicht alle Menschen mit fettiger Kopfhaut auch an Schuppen. Das hohe Tempo bei der Zellerneuerung ist also die Ursache der Schuppenbildung.

Die an und für sich nicht sichtbaren Hautzellen verklumpen miteinander und werden als zusammen gepapptes Knöllchen für das Auge wahrnehmbar. Haarschuppen sind nichts anderes als ein Haufen vieler hunderter Hautzellen, die von der Kopfhaut abgestoßen wurden. Es kann sein, dass bei diesem Prozess deine Kopfhaut ab und zu gerötet ist und juckt. Dazu eine Warnung: Bitte auf keinen Fall kratzen! Denn dadurch wird die Kopfhaut noch mehr gereizt, produziert noch mehr Hauzellen und ein fataler Teufelskreis beginnt.

 

Anti-Schuppen-Shampoos gegen Pilzwachstum

Gegen eine eventuelle genetische Veranlagung, die bei dir zu einer starken Fettproduktion der Talgdrüsen führt, kannst du gar nichts machen. Anti-Schuppen-Shampoos können Dir aber trotzdem helfen. Denn sie enthalten Stoffe, die eine Vermehrung der Pilze auf deiner Kopfhaut bremsen. Je weniger Pilze auf der Kopfhaut sitzen, desto weniger reizende Säure ist dort vorhanden.

Climbazol, Ciclopiroxamin und Ketoconazol sind einige der Stoffe, die häufig in Anti-Schuppen-Shampoos verwendet werden. Dabei handelt es sich um sogenannte Antimykotika, das sind pilzhemmende Mittel. Da sie in größerer Menge teilweise unangenehme Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben können, ist die zulässige Menge in frei verkäuflichen Shampoos gesetzlich begrenzt.

 

Austern schlürfen gegen Schuppen

Dem Spurenelement Zink wird nachgesagt, einen positiven Einfluss auf Haut und Haare zu haben. Es wird deshalb als Salbe seit langem in der Hautpflege eingesetzt. Ob es gegen deine Schuppen wirkt, kannst du selbst ausprobieren, viele Betroffene schwören jedenfalls darauf. Zink gibt es in Form von Tabletten, aber auch jede Menge Lebensmittel sind wahre Zinkbomben: Neben Leber enthalten besonders Austern sehr viel Zink. Da sie gleichzeitig ein seit dem Altertum bekanntes Aphrodisiakum sind, schlägst du beim Austernschlürfen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zusammen mit einem Glas Champagner, das ebenfalls recht viel Zink enthält, kannst du dein Schuppenproblem also auch auf sehr angenehme Art zu bekämpfen versuchen. Allerdings funktioniert das mit dem Zink nicht bei jedermann. Von den empfohlenen Hausmitteln ist das Austernessen aber sicherlich die angenehmste Methode, vorausgesetzt man mag die Meeresfrüchte.

 

Weitere natürliche Mittel gegen Schuppen sind:

  • Kokosöl
  • Teebaumöl
  • Olivenöl
  • Thymian
  • Bier
  • Joghurt

 

Alle aufgezählten Mittelchen werden zur äußerlich Anwendung empfohlen, können also beispielsweise in die Kopfhaut einmassiert werden. Nach einiger Zeit der regelmäßigen Anwendung wirst du feststellen, ob deine Schuppen nachlassen. Zusätzlich solltest du ein möglichst sanftes Shampoo benutzen und deine Haare mit nicht zu heißem Wasser waschen. Wenn überhaupt nichts nützt, dann kann der Gang zum Arzt helfen. Er kann dir stark pilzhemmende Medikamente aus der Apotheke verschreiben, die du ohne Rezept nicht bekommst.

 

Fazit der Redaktion

Die handelsüblichen Anti-Schuppen-Shampoos helfen in der Regel gegen die unschönen weißen Pünktchen auf den Schultern. Wer natürliche Mittel bevorzugt, kann auch die altbewährten Hausmittel ausprobieren. In schweren Fällen kann aber auch der Gang zum Arzt nötig werden. Denn die Wirkstoffkonzentration in den Shampoos ist begrenzt, verschreibungspflichtige Mittel können höhere Konzentrationen beinhalten, die auch gegen hartnäckige Pilzplagen helfen.


 

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