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Die richtige Pflege für graues Haar

29. Juni 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

So wird graues Haar gepflegt


In letzter Zeit entdecke ich beim prüfenden Blick in den Spiegel immer mehr graue Haare. Nun überlege ich natürlich, was ich jetzt unternehmen soll. Sofort färben? Oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? Man könnte das Grau ja auch einfach wachsen lassen. Hmmm, was meint Ihr?

Im Haar ist die Farbe Grau fast schon eine Lebenseinstellung

Denn der Umgang mit dem allmählichen Ergrauen ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Niemand bleibt davon verschont und man kann nichts dagegen tun. Zwar kann man das Grau in den Haaren ein wenig verzögern, ganz vermeiden lässt es sich aber leider nicht. Egal wie Du Dich letztendlich entscheidest – Grau einfach Grau sein lassen oder übertünchen, jede Variante kann schön aussehen.

Aber wenn die Haare grau werden verändert sich nicht allein ihr Aussehen, auch die Struktur wird anders, viele Frauen haben dann mit spröden und stumpfen Haar-Problemen zu kämpfen. Im Laufe der Jahre brauchen wir also eine neue Pflegeformel, damit die Kopfbedeckung – wenn schon grau oder weiß – zumindest gesund & glänzend bleibt.

Die besonderen Pflegeansprüche grauer Haare

Wenn das Haar nach und nach seine Pigmente verliert, geht auch der Schutz gegen das Sonnenlicht verloren. Pflegeprodukte mit UV Schutz beugen trocknen und störrischen Haaren vor und halten die Frisur auch dann noch geschmeidig, wenn die natürliche Farbe nachlässt. Natürlich kann man das Haar auch mit modischen Accessoires wie Tüchern oder Hüten schützen.

Du kannst Deinem Haar nun von außen zuführen, was von innen nicht mehr geliefert wird. Denn das Ergrauen geht auch mit Stoffwechselveränderungen einher. Dein Hormonhaushalt stellt sich um und die Haare werden nicht mehr ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Darüber hinaus verliert nicht nur die Haut, sondern auch das Haar durch Alterungsprozesse an Kraft und Elastizität. Einen Ausgleich schaffen da spezielle Pflegeprodukte. Zudem gibt es auch Nahrungsergänzungsmittel, die Dir helfen, das Altern von Haut und Haaren zu verlangsamen. Die Aminosäuren L-Arginin, Glycin, L-Carnitin und L-Glutamin gleichen den Feuchtigkeitsmangel aus und regen zudem die Bildung von Kollagen im Körper an. Für gesund aussehendes Haar sorgen speziell die Stoffe Zink, Folsäure und Biotin. Damit kannst Du Haarausfall vorbeugen und Elastizität und Glanz erhalten.

Tipps für graue Haare

Ernährung

Als Ursache für frühzeitiges Ergrauen wurde unter anderem die Übersäuerung ausgemacht. Diesem Phänomen kannst Du durch eine basische Ernährung vorbeugen. Lass Dich am besten von einer Ernährungsberaterin informieren oder hole Dir Rat im Internet. Natürlich gibt es auch Bücher zum Thema. Zusätzlich sollen Schüssler Salze den Prozess des Ergrauens verlangsamen. Die Mittel der Wahl sind dabei Kalium Sulfuricum und Bichromicum, Silicea und Selenium.

Um den gefürchteten Gelbstich im ergrauten Haar zu vermeiden, solltest Du in Deiner Ernährung auf Antioxidantien achten. Die bekommst Du, wenn Du beispielsweise die Vitamine C und E zu Dir nimmst, aber auch Mineralien wie etwa Magnesium sind zu empfehlen. Das ist besonders in Verbindung mit Vitamin C wichtig, weil dieses Vitamin ohne Magnesium gar nicht aktiv wird. Weitere Lieferanten von Antioxidantien sind sekundäre Pflanzenstoffe, die sich in Obst und Gemüse befinden. Dazu gehören die Flavonoide und die Saponine. Die Antioxidantien machen die berüchtigten freien Radikale unschädlich, die aggressive Sauerstoffmoleküle bilden und damit dem Haar schaden.

Das klingt alles schwieriger, als es ist. Wenn Du Dich einmal damit beschäftigt hast, dann weißt Du ja, was Du essen sollst.

Styling für graues Haar

Mit einem perfekten Schnitt setzt Du Dein graues Haar am besten in Szene. Lass Dich von Deinem Friseur beraten und geh doch ruhig auch mal ein Wagnis ein. Ein peppiger Kurzhaarschnitt kann Dich eventuell mehr verjüngen, als Deine grauen Haare Dich alt machen. Da die graue Pracht oftmals unterschiedlich wächst, sind regelmäßige Friseurbesuche jetzt wichtiger als früher, damit der Schnitt immer optimal sitzt. Stylingprodukte sollten mit mehr Bedacht ausgewählt werden als zuvor, denn verklebte Haare werden in Grau noch offensichtlicher.

Ein kleiner Trick, um langsam ergrauendes Haar ein wenig zu kaschieren, können auch Strähnchen sein. Hier solltest Du allerdings nicht selbst Hand anlegen, denn das kann leicht zu einem scheckigen Desaster ausarten. Dein Friseur sollte Dich auch in diesem Punkt beraten. Er kann geschickt Strähnchen platzieren oder eine Melierung ins Haar färben, die das Grau nicht so auffallen lässt.

Renaturieren – Geht das?

Nun, im Prinzip schon. Zumindest bei dunklen Haartönen. Es funktioniert allerdings nur mit der chemischen Keule. Denn beim sogenannten Renaturieren wird künstliches Melanin in das Haar eingebracht. Melanin ist der natürliche Farbstoff, der den Haaren ihren charakteristischen Ton verleiht. Der künstliche Stoff heißt Eumelanin und bringt einen braunen bis schwarzbraunen Farbton zurück. Dabei kann allerdings ein Violettstich entstehen. Aber das ist nicht das Schlimmste. Denn die Renaturierungsmittel enthalten den giftigen Stoff Bleiacetat, der im Körper erheblichen Schaden anrichten kann. Lass also lieber die Finger von solch aggressiven Mitteln und steh stattdessen zu Deiner grauen Pracht.

Fazit der Redaktion

Zeigt Mut und Größe, Ihr Frauen, anstatt zur chemischen Keule zu greifen! Graues Haar kann sehr schön sein, wenn man es sorgfältig pflegt und mit Selbstbewusstsein auf dem Kopf trägt.


 

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