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"Hallo, ich bin hin und her gerissen. Ich will definitiv etwas gegen meine Orangenhaut machen! Wo soll ich denn anfangen? Ist Muskelaufbau-Training sinnvoll oder doch lieber Ausdauersport?" Cellulite [...] mehr lesen »

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Cellulite Horror - Den Ursachen auf der Spur

1. Mai 2012

Silvia Latzke

Kosmetikerin

Alles nur Versprechungen der Kosmetikbranche? Fragt Silvia! Sie hat den kosmetischen Durchblick ganz ohne Fachgesimpel und nichtssagenden Erklärungen!Google Profil


„Seit Kurzem habe ich so hässliche Dellen an meinen Oberschenkeln, was ist das und woher kommen die? Ja, ich weiß, das ist sicherlich Cellulite… Ich bin ja nicht blöd, aber wie entsteht das und wieso bekomme ich das jetzt? Ich habe doch gar nicht großartig an Gewicht zugelegt.“

Cellulite? Wer hat sie denn bitte NICHT?

Wenn es ein Top-Ranking der meistgehassten Hautveränderungen gibt, ist die Entstehung der fiesen Körperdellen unumstritten und mit weitem Abstand auf Platz EINS! Experten bezeichnen diese Dellen als „Cellulite“ und es ist die wohl unbeliebteste Entwicklung der Körperhaut, die Frau und Mann je durchgemacht haben. Doch sie verschont fast niemanden. Deswegen erschreck Dich nicht, das ist (leider) etwas ganz Normales! Woher diese Dellen kommen und warum es sie überhaupt gibt, haben wir hier einmal zusammengefasst!

Wenn das Bindegewebe schlapp macht…

Einfach gesagt ist Cellulite „nur“ eine Veränderung unserer Haut, die bei manchen früher oder später und mehr oder weniger eintritt. Es handelt sich dabei jedoch um keine Krankheit, wie fälschlicherweise oft angenommen wird. Ausschlaggebend für Cellulite ist lediglich eine mangelnde Festigkeit des Bindegewebes!
Bildlich vorgestellt, wird unsere Haut nämlich von einem netzartigen Bindegewebe gestützt, dass sich direkt unter der Hautoberfläche befindet. Jeder einzelne Muskel und Muskelstrang wird von diesem Netz umschlossen. In den Zwischenräumen dieses Netzes können sich jedoch beim Nachlassen der Festigkeit Wasser und Fettzellen ansammeln – Und genau das lässt Deine Hautoberfläche wie die einer Orange aussehen, weswegen Cellulite auch umgangssprachlich die treffende Bezeichnung „Orangenhaut“ hat. Doch damit nicht genug: In besonders fortgeschrittenem Stadium kann die Haut sogar schon die Form einer gesteppten Matratze annehmen. Dabei sind nicht nur Oberschenkel und Po häufig betroffene Stellen, sondern auch Bauch und Oberarme können von dieser Hautveränderung befallen sein.
Egal, ob Weiblein oder Männlein, dick oder dünn, jung oder alt, sportlich oder unsportlich, niemand ist vor Cellulite in Sicherheit! Selbst Sportlerinnen, 18-Jährige und Dauer-Diät-haltende leiden unter den unschönen Dellen. Der Beweis dafür, dass es sich bei Cellulite um einen weitverbreiteten und natürlichen Vorgang in unserer Haut handelt, bei dem fast keiner verschont wird.

Der Vorteil der Männer

Männer haben gegenüber Frauen jedoch einen großen Vorteil, weswegen sie weniger von Cellulite geplagt werden, als Frauen. Im Gegensatz zum Bindegewebe der Frau, hat der Mann nämlich ein Gewebenetz, dass sowohl aus horizontalen und vertikalen Gewebssträngen besteht, die sich wie bei einem Fischernetz dicht übereinanderlegen und kreuzen. Das Gewebenetz der Frau hingegen weist nur Gewebsstränge auf, die parallel zueinander verlaufen! Kein Wunder also, dass sich hier Wasser und Fettzellen leichter in den Zwischenräumen ablagern können. Doch das hat auch einen besonderen Grund. Das Bindegewebe der Frau ist von vornherein viel lockerer angelegt, weil die weiblichen Geschöpfe vom lieben Gott dafür vorgesehen sind, Kinder zu gebären. Durch diese Veranlagung ist es der weiblichen Haut nämlich möglich, sich in kürzester Zeit unglaublich zu dehnen: Und ein kleines menschliches Wunder zu vollbringen.

Ursachenforschung

Östrogen!!!

Aber auch die weiblichen Hormone haben einen erheblichen Einfluss auf die Cellulite-Entwicklung der Frauenhaut. So führen beispielsweise Hormonschwankungen, die besonders gerne dann auftreten, wenn man die Pille wechselt oder in die Wechseljahre kommt, zur unerwünschten Orangenhaut. Grund dafür ist das weibliche Sexualhormon Östrogen, das dafür sorgt, dass sich das Fett gerade in den Zwischenräumen des Gewebenetzes an Oberschenkeln und Po ablagert. Diese sorgen zwar auch dafür, dass unsere Hautfasern elastisch und flexibel sind – Schön, damit unsere Haut bei einem heranwachsenden Bäuchlein weniger „reißt“, doch deshalb können sogar auch sehr schlanke Frauen die kleinen Pölsterchen an den weiblichen Rundungen bekommen.

Was Mama und Papa vererben…

Cellulite kann jedoch auch erbliche Ursachen haben. So wird das schwache Bindegewebe der Mutter meist an die Tochter weitergereicht. Leidet man dann noch unter Übergewicht, ist die Orangenhaut vorprogrammiert! Je höher der Fettanteil am Körpergewicht, desto mehr zeichnen sich die Fettzellen an der Hautoberfläche ab, die sich zwischen den parallel zueinander verlaufenden Gewebssträngen befinden.

Hop hop, es lebe der Muskelaufbau!

Und auch wenn viele jetzt dankend Abwinken: Auch wenig Sport und wenig körperliche Betätigung begünstigen leider Cellulite enorm! Denn durch mangelnde Bewegung wird das Bindegewebe weiter geschwächt und die Fettzellen bleiben wo sie sind. Oder noch schlimmer: Wachsen zu noch größeren Fett-Bewahrern an, die ihr gesammeltes Fett nur ungern wieder hergeben wollen. Denn gegessene Kalorien, die während des Tages nicht durch Sport oder Bewegung verbrannt werden, lagern sich automatisch in diesen Fettzellen ab.

Unausgewogene Ernährung und Stress

Zu viele tierische Fette, Zucker in allen Formen und Weißmehlprodukte in der Ernährung begünstigen außerdem die lästige Orangenhaut. Auch erhöhter Alkoholkonsum und zu gesalzenes Essen sorgen zusätzlich für Fettanlagerungen. Meist isst man solche ungesunden Leckereien auch gerade dann noch, wenn es schnell gehen muss und man im Stress ist – Ein doppelter Siegeszug für die Fettpölsterchen: Denn Stress bläht die Fettzellen obendrein auf!

Rauchen

Wer sich dann noch ab und eine Dosis Nikotin und eine Zigarette zwischendurch gönnt, tut alles, was eine glatte und ebenmäßige Haut verhindert. Der Suchtstoff behindert nämlich erheblich die Durchblutung der fettreichen Körperpartien. Dies sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammen ziehen. Selbst bei Bewegung, kann dann das Fett schlechter in der Haut abtransportiert werden: Ein Teufelskreis!

Fazit der Redaktion

Cellulite ist ein Volksleiden, dass bei Geschlecht, Alter und Gewicht keine Unterschiede macht.
Vieles ist zwar für die Bildung der Orangenhaut in den Genen festgelegt und vorherbestimmt, aber einen Großteil trägt man auch selbst zu den unschönen Dellen bei. Kein Sport, ungesundes Essen, Stress und Glimmstängel sind die besten Freunde der fiesen Fettzellen in unserem Körper.
Wenn ihr erfahren möchten, welche Spezialtechniken und Wirkstoffe im Kampf gegen Cellulite wirklich helfen und was ihr selbst gegen die unwillkommenen Fettzellen tun könnt, seid gespannt auf die Fortsetzung der Cellulite-Aufdeckungsserie: Hier auf Kosmetik.org – Ihr dürft gespannt sein!


 

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