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Fettabsaugen gegen Cellulite? Hilft's gegen die lästigen Dellen?

2. Mai 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


„Ich leide schon seit Jahren unter meiner Orangenhaut und mag vor allem im Sommer nicht zu Hot Pans und Röcken greifen. Und wenn es sein muss, dann zieh ich sicherheitshalber noch eine Strumpfhose drunter. Fettabsaugen scheint ja wohl voll im Trend zu sein. Was ich mich schon immer gefragt habe: hilft das auch bei Cellulite?“

Reine Geldmacherei der Plastischen Chirurgie?

Die Versprechungen der ästhetischen Chirurgie sind groß und eine Hoffnung für viele Frauen, die sehr unter ihrer Cellulite leiden. Ob es dabei um die reine Geldmacherei der Kliniken geht oder ob eine Fettabsaugung gegen Cellulite hilft, hat die Redaktion von Kosmetik.org dank der Leserfrage sehr beschäftigt. Dieser Artikel klärt über das Vorgehen und die möglichen Erfolge bei Fettabsaugungen auf. Hilft eine Fettabsaugung wirklich gegen Cellulite?

Viele Ärzte sehen eine schnelle Mark in einem Problem, das in erster Linie nur Frauen betrifft. Dabei sind die Zahlen der Betroffenen so hoch, dass man mittlerweile davon ausgeht, dass jede zweite Frau unter ihrer sichtbaren Cellulite leidet. Cellulite scheint ein Volksproblem zu sein und wird außer von der Werbeindustrie, die uns mit immer neuen Produkten und Anwendungen überhäuft, kaum thematisiert. Hollywoodschönheiten, Stars und Schauspielerinnen scheinen das Celluliteproblem nicht zu kennen. Dennoch leiden viele Frauen unter den unschönen Dellen und Fettpölsterchen und vergleichen sich ständig mit den Schönen und Straffen der Glitzerwelt. Warum Cellulite jedoch normal ist und wieso ein bisschen Fettpolster zur Weiblichkeit dazu gehört, wird selten überdacht. Viele Frauen landen durch den Druck bei einem Schönheitschirurgen, um die Möglichkeiten einer Fettabsaugung zu besprechen.

Weibliches Gewebe – Einfach nur schlapp!

Die weibliche Haut und das weibliche Gewebe sind besonders im Gesäß- und im Oberschenkelbereich viel weicher und dehnbarer als das männliche Gewebe. Evolutionär ist dies durch die Möglichkeit einer Schwangerschaft entstanden. Die männliche Haut hätte im Falle einer Schwangerschaft größere Probleme. Um diese Lockerheit des Gewebes zu garantieren sind die Kollagenfasern, die dem Gewebe Festigkeit verleihen, bei Frauen lockerer angeordnet als bei Männern. Der wesentliche Unterschied zwischen den Geschlechtern ist, dass das Kollagen bei den Männern in diesen Bereichen netzförmig und bei den Frauen lediglich nebeneinander angeordnet ist. Dadurch entstehen sichtbare Lücken und Dellen in der Haut, die uns störend als Cellulite bekannt sind.

Schlapp bleibt schlapp!

Die Kliniken und führenden Schönheitschirurgen versprechen viel. Zum einen soll der operative Eingriff die Cellulite positiv beeinflussen. Die Fettzellen werden durch die Absaugung entfernt und das Bindegewebe kann sich glätten und normalisieren. Dadurch verringern sich die unschönen Dellen oder verschwinden ganz. So lautet die Versprechung. die Ergebnisse sehen in der Wirklichkeit oft anders aus. Gerade Frauen, die unter starker Cellulite leiden, neigen zu einer Bindegewebeschwäche und einer vermehrten Einlagerung von Wasser und Fettzellen im Oberschenkel- und Po-Bereich. Durch die Absaugung werden lediglich einige Fettzellen entfernt, die sich aber durch die genetischen Gegebenheiten schnell wieder nachbilden. Leider ist das Bindegewebe, wie bereits erwähnt, bei Betroffenen ohnehin oft etwas schwächer und die Gefahr von Verletzungen durch die Absaugung ist größer. So endet das erhoffte Verschwinden von Dellen oft in neuen Dellen und blauen Flecken.

Da geht’s den Fettzellen an den Kragen

Eine Fettabsaugung ist ein medizinischer Eingriff, bei dem unter Narkose mit einer Kanüle an vorher vereinbarten Stellen das Körperfett abgesaugt wird. Vor dem Eingriff werden in die behandelten Stellen zwischen 1 und 3 Liter eines speziellen Gemisches injiziert. Diese Lösung enthält Kochsalz, Cortison und ein Betäubungsmittel. Die Fettzellen saugen sich einige Zeit mit dem Gemisch voll und lassen sich während der eigentlichen Absaugung leichter aus dem Gewebe trennen. Die Fettzellen bilden mit dem Gemisch eine Art Emulsion, die man einfach absaugen kann. Das Interessante dabei bildet die Tatsache, dass die Adern, Sehnen und sonstigen Zellen von dem Gemisch nicht verändert werden und so gezielt nur Fettzellen entfernt werden können. Die Fettzellen werden aus dem Gewebe über eine Kanüle und einen leichten Sog entfernt. Heute kann man Fettabsaugungen mit einem geringen Narbenrisiko durchführen. Die Risiken liegen hier eher bei den bekannten Risiken von Vollnarkosen.

Keine Lust mehr auf Cellulite?

Natürlich kann eine Fettabsaugung für manche Frauen einen Weg darstellen, um ihren Körperfettanteil zu reduzieren. Dennoch empfehlen Experten für eine dauerhaft schöne Figur und die Stärkung des Kollagens und der Spannkraft des Bindegewebes eine Kombination aus Sport und gesunder Ernährung. Damit spart man nicht nur Geld, sondern unterstützt das eigene Bindegewebe auch durch Muskelaufbau.


 

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