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Liebes Experten-Team, ich brauche unbedingt mal Euren fachmännischen (oder fachfraulichen?!) Rat. Ich habe so im Allgemeinen eigentlich eine ganz gute Figur, das Einzige, was mich verunstaltet, sind [...] mehr lesen »

Also ich habe mittlerweile jegliche Sportarten ausprobiert um mich fit zu halten und um ehrlich zu sein auch meine Dellen an den Oberschenkeln zu bekämpfen. Doch irgendwie bleib ich nicht bei der Sac [...] mehr lesen »

„HILFE! Es gibt so viele Lotionen und Cremes im Kampf gegen Cellulite, dass ich gar nicht weiß, was ich nehmen soll! Könnt ihr mir nicht sagen, welche Wirkstoffe tatsächlich eine glatte Haut mach [...] mehr lesen »

Rund 80% aller Frauen haben mit der ungewünschten Dellenbildung an Po, Beinen, Bauch und Armen zu kämpfen. Nur die wenigsten möchten sich mit der lästigen Orangenhaut abfinden und die Beulen kampf [...] mehr lesen »

Die Cellulite Behandlung - Vom Body-Wrapping bis zur Spezialmassage alles dabei!

23. April 2012

Silvia Latzke

Kosmetikerin

Alles nur Versprechungen der Kosmetikbranche? Fragt Silvia! Sie hat den kosmetischen Durchblick ganz ohne Fachgesimpel und nichtssagenden Erklärungen!Google Profil


„Liebes Kosmetik.org Team, ich brauche dringend Euren Rat! Leider habe ich unschöne Cellulite an Po und Oberschenkeln! Ich habe schon oft von kosmetischen Spezialbehandlungen gehört, doch helfen die wirklich?“

Ja, ja,… Versprechungen über Versprechungen

Oft versprechen Kosmetikstudios und Beautysalons bahnbrechende Erfolge, wenn es um die Behandlung und Beseitigung von Cellulite geht. Aber Vorsicht! Sie locken mit vielversprechenden Behandlungsmethoden, die oft viel Geld und auch reichlich Zeit kosten. Dabei gibt es die verschiedensten Wirkungsweisen und mechanischen Techniken. Um einen Überblick darüber zu verschaffen, welche wirklich im Kampf gegen die hartnäckigen Dellen helfen, haben wir diese auf Herz und Nieren geprüft! Herauskristallisiert hat sich dabei ein aussagekräftiger Überblick:

So, Klartext: Was kann wirklich helfen?

Mechanische Behandlungsmethoden

Kommen bei einer kosmetischen Behandlung neben manuellen, auch technische Kräfte zum Einsatz, werden diese als „mechanische“ Methoden bezeichnet. Damit sind also alle Anwendungen gemeint, die nicht immer nur durch die reine Menschenhand vollbracht werden, sondern mit Hilfsmitteln, wie Folien, Geräten, oder Ähnlichem.

Body-Wrapping

Bei dieser Methode wird einem wortwörtlich „Feuer unter dem Hintern gemacht“! Das Body-Wrapping sagt in einer Kombination von Wärme und Aromatherapie der Cellulite den Kleinkrieg an.
Mithilfe von einer anregenden Creme werden hier zunächst an Po, Oberschenkeln, aber auch an Bauch, Hüften und Armen, die Durchblutung und der Lymphfluss gefördert. Das sorgt in der Haut später dafür, dass die Fette, die für die lästigen Dellen zuständig sind, leichter abtransportiert werden können. Anschließend umwickelt die Kosmetikerin die betroffenen Stellen mit einer Spezialfolie, wodurch Druck auf die Haut ausgeübt wird und man selbst zu einer lebendigen Kompresse. Und Achtung! Diese Hautpartien werden dann (ziemlich) warm! Durch die entstehende Wärme, schleusen die vorabaufgetragenen Wirkstoffe tief in Deine Haut ein. Ein Grund dafür, warum diese Technik nicht für Menschen mit Herz-/Kreislauferkrankungen oder akuten Gelenkentzündungen geeignet ist. Insgesamt dauert die kosmetische Behandlung ca. eine Stunde, bei der man seine Pölsterchen quasi „davonschwitzen“ soll.

Das bringts wirklich!

Tatsächlich können durch das Body-Wrapping Fettpölsterchen und Cellulite erheblich gemildert werden. Die Haut wird durch das durchblutungsfördernde Verfahren dichter und sichtbar straffer. Oft haben TesterInnen durch den entschlackenden Effekt sogar eine oder zwei Kleidungsgrößen verloren! Kein Wunder also, dass das Body-Wrapping bei Frau und Mann immer beliebter wird.
Unterstützend wird von Experten empfohlen, am Behandlungstag zuvor auf feste Lebensmittel zu verzichten und lieber zur flüssigen Nahrung zu greifen.
Jedoch birgt das Body-Wrapping auch einen großen Nachteil: Führt man diese kosmetische Behandlung nicht in regelmäßigen, zwei-wöchigen Abständen durch, lässt der straffende Effekt nach!
Was bei Preisen zwischen 50,00 und 70,00 Euro pro Behandlung ein wirklich teurer Spaß werden kann. Hier muss letztendlich jeder für sich selbst abwägen, ob er so viel Zeit und Geld für sein Wohlbefinden aufbringen möchte!

Knet-Roll-Massage

Im Gegensatz zum Body-Wrapping entschlackt die sogenannte „Knet-Roll-Massage“ den Körper nicht durch durchblutungsfördernde Produkte, sondern durch ein intensives Massageprogramm. Das macht die Kosmetikerin entweder nur mit den Händen oder einem speziellen Gerät, dem „Knet-Roller“. Um die Durchblutung anzuregen und auch die untersten Hautschichten zu „entfetten“, wird dabei die Haut von dem Knet-Roller zu Hautfalten zusammengedrückt, welche dann hin und her gerollt und durch das Gerät „angesaugt“ werden. Diese Saugkraft variiert individuell nach Cellulite-Grad und Hautbeschaffenheit. Um bei dieser Methode den Effekt zu steigern, empfiehlt es sich während der Behandlung jede Menge zu trinken! Dadurch unterstützt Du die entschlackende Wirkung, die während der ca. 45-minütigen Behandlung erreicht werden soll. Nicht zu empfehlen ist die Knet-Roll-Massage bei Krampfadern, Besenreißern und Hämatomen.

Was bringts wirklich?

Bei dieser Behandlung sieht man leider im Vergleich zum Body-Wrapping keinen sofortigen Effekt. Um hier die ersten Erfolge zu sehen, muss man zunächst mehrere Behandlungen über sich ergehen lassen. Realistischerweise sind dafür mindestens zwölf Anwendungen notwendig, die drei Mal wöchentlich durchgeführt werden sollten. Dabei steigert die Kosmetikerin die Saugkraft des Knet-Rollers von Mal zu Mal, wodurch die Haut nach und nach straffer und fester wird.
Ein positiver Aspekt ist jedoch, dass auch hier das Gewicht zugleich mit einer Ernährungsumstellung deutlich verringert werden kann. Und wer mit „Wasser in den Beinen“ zu kämpfen hat, wird dieses Problem gleich automatisch mit los.
Allerdings können diese Ergebnisse auch nur fortgeführt werden, wenn die Behandlung beibehalten wird. Auch hier bewegt man sich im preislichen Bereich von ca. 80,00€ pro Sitzung.

Hypoxi-Trainer

Der Hypoxi-Trainer gleicht optisch einer Weltraumkapsel: Das weiße, eiförmige Gerät hat im Inneren einen Tret-Mechanismus, wie bei einem Fahrrad-Hometrainer. Der Unterschied ist, dass sich während der Behandlung der gesamte Unterkörper in einer geschlossenen Vakuum-Form befindet, dem weißen Ei. So wird beim Trainieren gleichzeitig ein gezielter Druck auf die Haut ausgeübt, die die Fettpölsterchen dahinschmelzen und die Haut glätten lassen sollen. Der „Hypoxi“ vereint also so gesehen Training und Vakuumbehandlung in Einem! Diese Methode kann gezielt bei den verschiedensten Körperstellen angewandt werden, indem die vakuumerzeugenden Matten, die sich normalerweise im Inneren der weißen Kapsel befinden, beispielsweise auch am Bauch oder den Hüften platziert werden. Weil aber Vakuum-Erzeugung allein keine Fettverbrennung anregt, da diese nur eintritt, wenn Muskeln in Anspruch genommen werden, muss man sich gleichzeitig immer sportlich betätigen. Wenn beispielsweise die Cellulite am Bauch verschwinden soll, wird trotzdem auf einem Hometrainer gestrampelt. Die Kosmetikstudios versprechen hierbei Fettreduzierungswunder ab 45€ pro Trainingseinheit.

Was bringts wirklich?

Die ersten Effekte fallen bei dem Hypoxi-Training immer sehr positiv aus, verbunden mit einer enormen Gewichtsabnahme. Jedoch berichten hier vielzählige Teilnehmerinnen davon, dass dieser zunächst tolle Start, schnell ein bitteres Ende nach sich zieht!
Da die Hypoxi-Behandlungen oftmals auch mit einer genau vorgegeben Ernährungsumstellung vonstattengehen, liegt die Gewichtsabnahme in den meisten Fällen zunächst nur am eintretenden Wasserverlust, durch die „Diät“. Denn stellt man seine Ernährung um, baut der Körper als allererstes Wasser, anstelle von Fett ab. Hält man sich nicht mehr an diese Ernährung, nimmt man leider genauso schnell wieder zu. Und erzielt man keine Erfolge, unterstellen die Hypoxi-Anbieter schnell eine falsche oder ungesunde Ernährung. Also Vorsicht geboten! Der Langzeiterfolg wird auch hier nur mit andauerndem Training erreicht – Ansonsten kommen die lästigen Pölsterchen leider wieder zurück.

Fazit der Redaktion

Letztendlich wirken alle kosmetischen Methoden nur, wenn die Behandlungen fortgeführt werden und man ständig am Ball bleibt. Sie sind nur dann erfolgreich, wenn der eigene Lebensstil auf „Gesund“ umgestellt wird und man Obacht auf seine Ernährung gibt. Es nützt dem Körper nichts, wenn nach einem Behandlungsmarathon die Fettzellen wieder durch ungesundes Essen oder mangelnde Bewegung gefüllt werden: Zur Unterstützung der Hautglättung toll, allein jedoch auf Dauer nicht zufriedenstellend! Denn auch Kosmetikbehandlungen können leider (noch) keine Wunder vollbringen, egal welchen Preis sie haben.


 

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