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Trockene Haut im Winter - Was tun?

14. März 2012

Paula Kissel

Pharmazeutin

Paula ist unsere Verstärkung auf der Pharmazeuten-Front! Was im Körper abläuft, kann sie Euch genau erklären. Aber natürlich ohne pharmazeutisches Bla Bla!Google Profil


„Im Winter bekomme ich immer trockene Haut im Gesicht… Da ich leider von Kosmetik überhaupt keine Ahnung habe, benötige ich mal eure Hilfe! Welche Creme ist denn für trockene Haut im Gesicht am besten geeignet?“

Ja, zum Glück ist der Winter nun so gut wie vorbei und man kann sich langsam aber sicher von der trockenen Haut verabschieden.Es gibt eine Menge verschiedener Produkte auf dem Markt, deswegen sollte man erst einmal verstehen wie überhaupt trockene Haut zustande kommt und warum.

Hilfe, meine Haut trocknet aus!!!

Besonders im Winter ist die natürliche Talgproduktion verringert. Talg hat eine sehr wichtige Aufgabe bezüglich des Wasserhaushalts der Haut. Durch das Talg entsteht eine Barriere, die sich schützend auf die Haut legt und das Wasser daran hindert auszutreten. Vor allem Männer sind immer verwundert, wenn sie im Winter an trockener Haut leiden. Verglichen mit den Frauen ist das bei dem Mann der Schöpfung eher der Ausnahmefall, da die Talgproduktion insgesamt erhöht ist. Wenn die Talgproduktion jedoch nicht funktioniert, dann leidet man Schwupp die Wupp an trockener Haut.

Trockene Haut ist sehr feinporig, dünn, schuppig und rau, eventuell mit kleinen Einrissen versehen. Mitesser sind hierbei nicht zu finden. Warum ist sie denn überhaupt trocken? Vor allem im Winter sind die äußeren Bedingungen nicht gerade einladend für die Haut. Draußen ist es eiskalt und drinnen versucht die trockene Heizungsluft etwas Wärme in die eigenen vier Wände zu bekommen. Das ist natürlich sehr anstrengend und belastet die Haut.

Erste Hilfe gegen rissige Haut

Auch wenn es noch so angenehm ist, besodners im Winter, sollte man nicht zu oft und nicht zu lang baden. Nach dem Baden oder Duschen – beim Duschgel unbedingt auf den pH – Wert achten! – sollte man sich innerhalb von fünf Minuten wieder eincremen, sonst verliert man insgesamt mehr Flüssigkeit als man im Bad über die Haut aufgenommen hat.

Ebenfalls sollte man auf die Ernährung achten. Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse und mindestens acht Gläsern Wasser am Tag schützt vor Austrocknung. Koffein und Alkohol entziehen dem Körper Flüssigkeit, daher sollte man nicht mehr als zwei Gläser oder Tassen pro Tag davon trinken. Schonende Reinigung, wenig Sonne und eine gute Feuchtigkeitscreme schützen den natürlichen Fettgehalt der Haut.

Etwas Pharmazeutisches zwischendurch…

Besonders wichtig bei trockener Haut und den damit verbundenen Problemen ist die Rückfettung. Dies gelingt mit pflanzlichen Ölen, wie etwa Sonnenblumenöl, Sojabohnenöl und Erdnussöl, die in medizinischen Badezusätzen und Salben enthalten sind. Nicht in Arzneimitteln enthalten aber sehr stark zu empfehlen sind Nachtkerzenöl und Jojobaöl. Kamillenextrakte in verdünnter Form haben ebenfalls schon oftmals ihre Wirkung gezeigt.

Durch die Anwendung harnstoffhaltiger Hautpflegepräparate mit ungefähr 3 bis 5 Prozent Urea kann der Mangel an dem natürlichen Feuchthaltefaktor Harnstoff wieder ausgeglichen werden. Es kommt zu einem erhöhten Wasserbindungsvermögen der Haut und der Hautzustand normalisiert oder verbessert sich sogar.

Kosmetik.org empfiehlt:

  • Medizinische Produkte von Eucerin mit einem hohen Urea-Anteil
  • Produkte von Bedan sind sehr zu empfehlen! Ganz besonders gegen trockene Haut ist die Milch mit natürlichem Öl aus Kaliander ein sehr gutes Produkt. Dieses ist ein medizinisches Hautpflegeprodukt jedoch im Gegenteil zu Eucerin und anderen Produkten auf  Naturstoffbasis. Sie lindert den Juckreiz und stellt die geschädigte Hautbarriere wieder her.

Und dann heißt es fleißig eincremen. Die Regelmäßigkeit ist dabei sehr wichtig, da man den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt erst einmal aufbauen muss, damit es dann wieder riecht funktioniert!


 

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