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Ist ein Serum wirklich besser als „normale“ Pflege?

10. April 2014

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.


Die Kosmetikindustrie lässt sich immer wieder neue Produkte einfallen, die die Wirkung herkömmlicher Kosmetika nochmals übertreffen sollen. Neben Nachtcremes, Tagescremes, Masken und Packungen soll man die Haut nun auch noch mit einem Serum pflegen. Doch was versteht man eigentlich unter diesen „Seren“ und sind die Produkte wirklich besser als die herkömmlichen Pflegeartikel?

Was ist überhaupt ein Serum?

Ein kosmetisches Serum ist dünnflüssiger als eine normale Tage- oder Nachtcreme. Die leichten Texturen sind derart aufgebaut, dass sie meist schnell und einfach in die obersten Hautschichten dringen und dort ihre Wirkung entfalten können. Dafür sind Seren mit vielen Wirkstoffen angereichert, die die Haut intensiv pflegen und nähren sollen.

Was bewirkt ein solches Serum

Was das Wirkstoff-Serum letztendlich erreichen soll, ist immer vom jeweiligen Produkt abhängig. So werden beispielsweise Seren angeboten, die eine hohe Konzentration an Anti Age Wirkstoffen enthalten und die Haut somit wie von innen aufpolstern sollen. Andere Produkte sollen die Haut gezielt mit Feuchtigkeit versorgen, sie glatt und strahlend aussehen lassen. Es gibt somit zahlreiche Seren, die den unterschiedlichen Hauttypen gerecht werden können.

Wie und wird ein Serum angewandt?

Ein Serum soll als Zusatzpflege verwendet werden. Die Texturen sind in der Regel so leicht, dass die normale Pflege ebenfalls notwendig ist. Genaugenommen machen Seren auch nur dann Sinn, wenn die Haut zusätzliche Pflege benötigt. Wenn sie beispielsweise besonders trocken ist, aktuell stark zu Rötungen oder Reizungen neigt, dann kann man über die Verwendung eines Serums nachdenken. Besonders gerne werden diese Zusatzprodukte daher im Winter verwendet, wenn die Haut aufgrund von Kälte und Heizungsluft trocken und sensibel reagiert. Das Serum wird dann meist auf das zuvor gereinigte Gesicht aufgetragen  ̶  idealerweise am Abend. Sobald das Serum vollständig aufgenommen wurde, kann die gewohnte Nachtpflege verwendet werden.

Klartext – sinnvoll oder nicht?

Ein Serum ist sicher nicht „besser“ als eine normale Pflege, da sich diese Produkte nicht miteinander vergleichen lassen. Zur normalen Pflege gehören die Tagescreme und die Nachtcreme oder eben eine 24-Stunden-Pflege. Ein Serum jedoch ist ein Zusatzprodukt, das nur gezielt zur Anwendung kommt, und die herkömmliche Pflege ergänzt. Seren sind immer dann sinnvoll, wenn die Haut aktuell mehr Pflege benötigt. Das kann im Winter ebenso sein wie im Sommer. Denn auch nach einem Urlaub, in dem die Haut Sonne und Salzwasser ausgesetzt war, kann sie schnell empfindlich reagieren und zu Trockenheit neigen. Dann macht die Verwendung eines Serums Sinn. Dennoch kann man nicht jedes Produkt empfehlen. Achten sollte man möglichst auf die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe. Finden sich in der INCI-Liste beispielsweise Silikon- Paraffin- und Mineralöle hingegen aber wenige Wirkstoffe, nützt das Serum der Haut leider wenig. Bevor man sich für ein Serum entscheidet, macht es also Sinn sich genaustens über die Inhaltsstoffe des Produkts zu informieren.


 

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