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Wie wird man unschöne Narben wieder los?

23. November 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Narben verschwinden lassen


Liebes Team, ich schreibe Euch heute, weil ein guter Freund sich mit einer Frage an mich gewandt hat, die ich ihm nicht beantworten konnte. Jetzt habe ich ihm versprochen, in seiner Sache zu recherchieren und bin auf Euch gekommen. Mein lieber Freund sieht eigentlich ganz gut aus, hatte aber in der Pubertät sehr starke Akne und davon sind entsprechende Narben übrig geblieben. Er leidet ziemlich darunter, wie er mir jetzt erstmals gestanden hat. Ich finde das eigentlich gar nicht so schlimm, aber für ihn wäre es schon wichtig, etwas dagegen zu unternehmen. Nun kenne ich mich mit so was überhaupt nicht aus, bin mir aber sicher,  dass da bestimmt was zu machen ist. Könnt Ihr mir, beziehungsweise meinem Freund, einen guten Rat geben?

Narben sind Grüße aus der Vergangenheit. Betrachtet man sie vom romantischen Standpunkt aus, könnte man sagen, jede einzelne Narbe erzählt eine kleine Geschichte. Dein Freund betrachtet seine Narben aber offensichtlich nur als Entstellungen. Das ist natürlich verständlich, genauso wie der Wunsch, etwas dagegen zu unternehmen. Um Narben im Allgemeinen und Aknenarben im Speziellen zu beseitigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Deinem Freund kann also auf jeden Fall geholfen werden.

Was ist überhaupt eine Narbe?

Aus medizinischer Sicht ist eine Narbe Ersatzgewebe, das nach einer partiellen Hautzerstörung nachgewachsen ist. Die Narbe ist der Endpunkt des Prozesses der Wundheilung, das dabei entstandene Gewebe ist im Vergleich zum ursprünglichen Zustand als minderwertig zu betrachten. Das Narbengewebe ist faserreich und nur wenig durchblutet. Es ist auch nicht so robust und widerstandsfähig wie die normale Haut drum herum. Nur oberflächliche Hautverletzungen können ohne Narbenbildung abheilen. Sobald tiefere Hautschichten betroffen sind, geht das nicht mehr. Ist die Lederhaut verletzt worden, bildet sich nach der Heilung sichtbares Narbengewebe. Wenn der Wundheilungsprozess nicht optimal verläuft, kann sich eine sehr ausgeprägte Narbe bilden, die besonders auffällig ist und unschön aussieht. Im Laufe der Zeit verändert sich das Aussehen der Narbe, dieser Prozess kann bis zu zwanzig Jahre lang andauern. Im vernarbten Gewebe strukturieren sich die Kollagenfasern um und wechseln zunächst von einer roten zu einer immer helleren Färbung. Schließlich bleibt die Narbe weiß, weil im Gewebe keine Farbstoffe mehr enthalten sind. Auch Haare, Talg oder Schweißdrüsen fehlen gänzlich.

Und wie wird man die Narbe wieder los?

Um Narben abzumildern oder sogar ganz zu entfernen, gibt es verschiedene Methoden. Salben und Cremes chemischen oder natürlichen Ursprungs können gute Erfolge erzielen. Sehr effektiv kann man unschöne Narben auch mit dem Laser beseitigen, das ist allerdings nicht ganz billig.

  • Johanniskraut gegen die Andenken aus der Pubertät

Ein natürliches Mittel gegen unschöne Narben ist Johanniskrautöl. Das Öl ist besonders gut für frische Narben geeignet, da es wundheilend wirkt und die Haut zusammenzieht. So entstehen erst gar keine entstellenden Narben. Aber auch bei alten Narben kann man mit dem Naturprodukt eine gute Wirkung erzielen. Das dauert allerdings ein bisschen und der Erfolg ist keineswegs garantiert. Bevor man zu invasiveren Maßnahmen greift, ist die Behandlung mit Johanniskrautöl aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

  • Silikon mal zur Minimierung

Silikon assoziieren die meisten Leute als erstes mit Brustimplantaten, zur Narbenminimierung wird es als Gel verwendet. Auch dieses Produkt kann vorbeugend gegen allzu prägnante Narbenbildung eingesetzt werden. Bei älteren Narben wirkt es ausgleichend und soll zu einem gleichmäßigeren Hautbild führen. Das Silikongel hat darüber hinaus eine Schutzwirkung, da es eine luftdurchlässige Schicht auf der Haut bildet. Wasser und Schadstoffe lässt die Silikonschicht jedoch nicht durch, so dass die Narbe sich darunter optimal regenerieren kann.

  • Der Laser im Kampf gegen die Zeichen der Vergangenheit

Lasern ist eine sehr effektive Methode, für die sich jedoch nicht alle Narben eignen. Gegen Aknenarben wird der Laser jedoch durchaus eingesetzt. Der durchführende Hautarzt sieht sich die zu behandelnde Region zunächst eingehend an und entscheidet dann, ob der Laser im speziellen Fall Sinn macht. Fällt die Entscheidung positiv aus, ist die Behandlung an sich keine große Sache. Die Prozedur wird ambulant und mit einer leichten örtlichen Betäubung durchgeführt. Mit Hilfe des Lasers werden dabei ganz gezielt bestimmte Bestandteile des Narbengewebes zerstört. Das Gebiet wird verflacht und die Haut an dieser Stelle zur Bildung von neuen Zellen angeregt. Ein Kühlungssystem schützt dabei vor einer Überhitzung der behandelten Stelle. Während des Laserns spürt man den Vorgang wie kleine Nadelstiche, danach bleibt das Gefühl eines leichten Sonnenbrands zurück. Meist sind mehrere Sitzungen erforderlich und der Erfolg stellt sich auch nicht sofort ein. Bis sich sichtbare Verbesserungen zeigen, können unter Umständen sogar Monate vergehen.

Fazit der Redaktion

Bevor man sich für eine teure Laserbehandlung entscheidet, sollte man auf jeden Fall die natürlichen Methoden ausprobieren. Hilft die Natur nicht, können Silikongel oder auch Silikonkompression der nächste Schritt sein. Kortison- oder Östrogenpräparate können ebenfalls Erfolge bringen. Der Laser sollte der Weisheit letzter Schluss sein, wenn alles andere nicht geholfen hat. Denn auch diese Behandlung birgt keine Erfolgsgarantie in sich. Im Gegensatz zu den anderen Methoden muss man dafür aber einen Batzen Geld auf den Tisch legen.


 

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