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Was tun gegen juckende Insektenstiche?

19. Oktober 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Ruhe vor Insekten


Hallo Leute, der Sommer treibt mich zu einem Hilferuf an Euch. Denn leider lieben die lästigen Plagegeister dieser Jahreszeit mich ganz besonders. Im Biergarten ist jeder froh, wenn ich mit am Tisch sitze, denn Mücken & Co. greifen dann bevorzugt mich an und lassen alle anderen weitgehend unbehelligt. Ich werde dann schier wahnsinnig wegen dem Juckreiz. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der bei mir auch stärker ausgeprägt ist als bei anderen Leuten. Dann kratze ich die Stiche oft auf, was man natürlich nicht soll, aber es juckt halt so. Deshalb meine Frage: Was kann man gegen den ekligen Juckreiz tun? Gibt´s da vielleicht gute Hausmittel? Die Gels aus der Apotheke kühlen zwar, was angenehm ist, der Juckreiz verschwindet dadurch aber nicht vollständig. Könnt Ihr helfen?

Wirklich fies, wenn man zu den Leuten gehört, die von Stechinsekten besonders geliebt werden. Das liegt übrigens am individuellen Körpergeruch und nicht am süßen Blut, wie oft behauptet wird. Die kleinen Plagegeister mögen Dein natürliches Parfum einfach besonders gern, Du kannst also gegen diese Vorliebe rein gar nichts tun. Besser Du versuchst Mücken und ähnliches Getier mit sogenannten Repellents von Dir fern zu halten. Und wenn´s dann doch mal passiert ist, gibt´s natürlich auch gegen den nervigen Juckreiz probate Mittel. Das Kratzen gehört allerdings nicht dazu!

So hältst Du die Plagegeister auf Abstand

Neben den frei verkäuflichen Repellents gibt es auch ein paar natürliche Mittel, die Insekten fernhalten sollen. Mücken und Konsorten stehen beispielsweise überhaupt nicht auf die Duftnoten Anis, Bergamotte, Kampfer, Zimt, Nelke, Kokos, Eukalyptus, Lavendel, Zitrone, Muskat, Orangenblüten und Chrysantheme. Wenn Du Dich mit einem Öl dieser Naturstoffe einreibst, meiden Dich die Stechinsekten zumindest für eine Weile. In der Regel hält die Wirkung dieser natürlichen Mittel aber nicht so lange an wie die der chemisch zusammen gesetzten Repellents. Zu Hause in Deinen vier Wänden solltest Du versuchen, den summenden Mitbewohnern das Eindringen in Deine Wohnung wenigstens zu erschweren, ganz raushalten kannst Du sie wohl nicht. Insektenschutz an den Fenstern ist da die beste Möglichkeit der Abwehr. Du kannst trotzdem lüften so viel Du willst, ohne den Plagegeistern Tür und Tor zu öffnen. Nachts im Bett schützt Du Dich am besten mit einem Moskitonetz. So kann Dich keine um die Ohren herumsurrende Mücke mehr vom Schlafen abhalten.

Wenn die Mücke trotzdem zugestochen hat

Kein Sommer vergeht ohne Stiche, selbst die besten Mittel versprechen keine hundertprozentige Abschreckung. Außerdem lässt die Wirkung der Repellents ja auch irgendwann nach. An manchen Abenden, wenn etwa ein Gewitter aufzieht, lassen sich die Viecher irgendwie gar nicht vom Stechen abhalten. Dafür solltest Du Dich als bevorzugtes Opfer wappnen und immer ein Gegenmittel bereithalten. Kortisonhaltige Präparate aus der Apotheke etwa können den Juckreiz bekämpfen. Wenn Du aber keine so schweren Geschütze auffahren möchtest, kannst Du zumindest etwas Kühlendes und Entzündungshemmendes auftragen. Das lindert ein bisschen und verhütet Schlimmeres. Die betroffene Hautstelle schwillt ab und eine Infektion wird dadurch verhindert. Natürlich nur, wenn Du Dich nicht zum Kratzen verführen lässt. Auch sogenannten Antihistaminika wird eine juckreizlindernde Wirkung zugeschrieben. Natürlich gibt es aber auch effektive Hausmittel.

Die Natur hilft zuverlässig gegen den plagenden Juckreiz

Wenn Du in der Natur gestochen wirst, also zum Beispiel bei einem Spaziergang, einem Picknick oder beim Grillabend, dann guck Dich einmal um, ob dort irgendwo Spitzwegerich wächst. Seine Blätter kann man auf der gestochenen Stelle verreiben, bis der Saft austritt. Dann hört´s schnell auf zu jucken, zurück bleibt auf der Haut lediglich die grüne Farbe. Wenn Du nicht weißt, wie Spitzwegerich aussieht, dann schau einfach im Internet oder in einem Pflanzenbuch nach. Der Wegerich ist eine sehr häufige Pflanze, die Du beinahe auf jeder Wiese finden kannst. Ein wirksames Antijuckmittel also, das Dir in großer Menge kostenlos zur Verfügung steht. Spitzwegerich lindert ebenfalls die Schwellung nach einem Insektenstich. Dagegen kann man aber auch Zitronenöl oder Lavendelöl auftragen. Das Lavendelöl soll wiederum zusätzlich den Juckreiz lindern. Gegen eine drohende Entzündung hilft das Abreiben mit einer aufgeschnittenen Zwiebel. Angenehme Kühlung auf die natürliche Art verschafft kaltes Essigwasser oder eine Gurkenscheibe.

Fazit der Redaktion

Herzliches Beileid, Du gehörst zu den Leuten, die man im Sommer zu Festen unter freiem Himmel als Mückenanziehungspunkt einlädt. Aber Spaß beiseite, Du teilst Dir Dein Schicksal mit vielen anderen, deren Körpergeruch den stechenden kleinen Fieslingen besonders gut gefällt. Damit auch die anderen Gäste beim Grillabend im Freien etwas von der Naturumgebung mit ihrer fliegenden Fauna haben, musst Du Dich also besonders gut schützen. Um ein Repellent wirst gerade Du an so einem Abend wohl nicht herumkommen. So lange es noch hell ist, siehst Du Dich in Deiner Umgebung am besten gleich nach Spitzwegerich um. Die Pflanze dient weniger als Salatbeilage, sondern vielmehr als erste Hilfe gegen den Juckreiz. Denn die eine oder andere Mücke wird Dich wahrscheinlich doch stechen, so gut Du Dich auch eingesprühst. Mit den Wegerich-Blättern neben dem Teller musst Du Dir den gemütlichen Abend durch quälenden Juckreiz aber nicht mehr verderben lassen.


 

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