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Was tun bei Couperose?

12. September 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

So bekämpfst du Couperose


Liebes Kosmetik-Team! Ich wende mich heute mit einem äußerst unangenehmen Problem an Euch. Um meine Nase herum zeigen sich in letzter Zeit hässliche kleine Äderchen, die bläulich schimmern. Das sieht einfach furchtbar aus. Ist das Couperose? Falls ja,  was kann ich um Himmels willen dagegen tun? Wie decke ich die Äderchen am besten ab? Insgesamt ist die Haut an den betroffenen Stellen auch gerötet. Ich mag schon gar nicht mehr in den Spiegel gucken und hoffe sehr, dass Ihr mir helfen könnt. Dank im Voraus!

Hey, sei nicht so verzweifelt, gegen Deine Couperose kann man durchaus etwas tun. Es gibt spezielle Schminktechniken, mit denen du das Problem recht effektiv wegmogeln kannst. Auch eine gute Hautpflege, die auf Couperose abgestimmt ist, kann Dir helfen. Zudem gibt es eine Behandlung mit Lichtimpulsen. Du bist Deiner Couperose also keinesfalls hilflos ausgeliefert!

Warum bekommt man überhaupt Couperose?

Auf Englisch heißt die Couperose ‚Curse of the Celts‘ – Fluch der Kelten. Denn der keltische Typ mit roten Haaren, Sommersprossen und einem hellen Teint hat besonders oft unter diesem Problem zu leiden. Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich gelagert sein. Meist handelt es sich um ein rein kosmetisches Phänomen, das nach dem 30. Lebensjahr aufgrund einer Veranlagung auftritt. Dann ist die Ursache eine Schwäche des Bindegewebes mit erweiterten Gefäßen. Couperose kann aber auch durch intensive Sonneneinstrahlung, übermäßigen Alkoholgenuss oder Bluthochdruck entstehen. Ein ernsterer Hintergrund, der durch den Dermatologen behandelt werden muss, ist die entzündliche Hautkrankheit Rosazea.

Und was ist Couperose genau?

Durch die Erweiterung werden die betroffenen Gefäße an der Hautoberfläche sichtbar. Wegen des geschwächten Bindegewebes kommt es in den Kapillaren, das sind feinste Blutgefäße, häufig zu Stauungen. Ausstülpungen, Verzweigungen und sogar Neubildungen von kleinen Gefäßen können die Folge sein. Diese neuen Gefäße sind weniger elastisch als die vorhandenen, besitzen aber eine höhere Durchlässigkeit, was alles noch schlimmer macht. Denn dadurch sieht die Haut auch noch stark gerötet aus. Von der Couperose können die Arterien oder die Venen betroffen sein, manchmal auch beide Arten von Blutgefäßen.

Was kann man denn nun tun?

Gegen Couperose lässt sich so einiges tun. Angepasste Hautpflege mit speziellen Produkten ist das eine. Darüber hinaus gibt es deckende Kosmetik, die Couperose weitgehend unsichtbar macht. Aber auch die Kosmetikerin und der Hautarzt können gegen die unschönen Rötungen vorgehen.

  • Die Pflege

Neben einer speziellen Hautpflege mit Inhaltsstoffen, die an die Bedürfnisse der Couperose-geplagten Haut angepasst sind, können feuchte Umschläge helfen. Bei der Pflege steht die Versorgung der Haut mit ausreichend Feuchtigkeit im Vordergrund. Aber auch ein hoher Lichtschutzfaktor ist von großer Bedeutung, da die Sonne das Problem noch verschlimmern kann. Der Faktor 50 sollte es schon mindestens sein. Umschläge mit Schwarztee und Zinnkraut oder Arnika verengen die Gefäße und stärken das Bindegewebe. Diese kann man ruhig täglich anwenden. Darüber hinaus gibt es spezielle Masken, die bei Couperose empfohlen werden. Kühlende Gele können sich ebenfalls lindernd auswirken. Bei Unsicherheiten solltest Du am besten Deine Kosmetikerin oder Deinen Hautarzt fragen, welche Inhaltsstoffe für Deine Couperose-Pflege am vorteilhaftesten sind.

  • Das Kaschieren

Es gibt Concealer, die grüne Farbpigmente enthalten. Die Farbe Grün ist zum Abdecken der Couperose besonders gut geeignet, weil sie die Rötungen neutralisiert. Das grünliche Produkt wird sanft auf die betroffenen Stellen getupft, am besten mit einem Schwämmchen. Manche Abdeckstifte enthalten bereits einen kleinen Tupfer zum Auftragen. Danach eine Grundierung im Hautton darüber und das Make-up mit einem mattierenden Puder abschließen.

  • Gesichtsmassage

Medizinisch ausgebildete Kosmetikerinnen bieten die sogenannte Soebi-Technik gegen Couperose an. Diese Massage setzt darauf, die Gefäße zu trainieren und wieder elastischer zu machen. Das soll langfristige Erfolge bringen. Die Behandlung dauert in der Regel drei Monate und wird einmal wöchentlich angewandt.

  • Lichtimpulse gegen Couperose

Mit Hilfe der sogenannten IPL2-Technologie werden kontrollierte Lichtimpulse an die Haut abgegeben. Der Blutfarbstoff Hämoglobin absorbiert das Licht und wandelt es in Wärme um. Dadurch kommt es zur Blutgerinnung und das Gefäß verklebt. Seine Überreste werden auf natürlichem Wege abtransportiert. Über diese Technik solltest Du Dich bei Deinem Hautarzt erkundigen.

Bitte nicht!

Dinge, auf die Du besser verzichten solltest:

  • Sauna und Dampfbad
  • Sonnenbäder
  • Alkohol
  • Kaffee und Schwarztee
  • Parfümierte Pflegeprodukte
  • Inhaltsstoffe wie Alkohol, Silikonöl und Mineralöl
  • Fettige Cremes
  • Rauchen
  • Bürstenmassagen

Fazit der Redaktion

Couperose ist zugebenermaßen ein unschönes Problem. Deine Verzweiflung dürfte aber nicht andauern, denn jetzt weißt Du ja, dass es etwas dagegen gibt. Wenn Du die Liste unserer DOs und DON´Ts beherzigst, wirst Du merken, dass Deine Couperose zwar ein unschönes, aber kein unlösbares Problem darstellt.  Wir schlagen Dir vor, dass Du erst einmal selbst das tust, was Du kannst. Wenn die Resultate Dich dann nicht überzeugen, kannst Du ja immer noch Deine Kosmetikerin oder den Hautarzt aufsuchen.


 

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