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Was hilft gegen Besenreiser?

13. Januar 2014

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Behandlung von Besenreiser


Liebe Experten, ich habe ein ziemlich unschönes Problem an meinen Beinen. Besenreiser nennt man das wohl, da sind lauter kleine bläuliche Äderchen an meinen Oberschenkeln zu sehen, das sieht sehr hässlich aus. Ich bin zwar nicht mehr so ganz die Allerjüngste, aber zu alt für einen Minirock fühle ich mich eigentlich auch noch nicht. Bei den Oberschenkeln traue ich mich aber natürlich weder kurze Hosen noch kurze Röcke anzuziehen. Und im Schwimmbad schäme ich mich auch für meine gemusterten Schenkel. Was kann ich bloß dagegen tun? Eine Schönheits-OP ist doch da wohl nicht nötig, oder?! Das will ich nämlich auf keinen Fall! Ich bitte Euch um Rat und danke schon im Voraus für Eure Hilfe.

Wie bei ganz vielen anderen Schönheitsproblemen auch, befindest Du Dich mit Deinen Besenreisern in allerbester Gesellschaft. Es gibt kaum eine Frau, die im Laufe ihres Lebens nicht mit den unschönen Äderchen an den Beinen konfrontiert wird. Zum Glück lässt sich aber was dagegen tun. Einen operativen Eingriff braucht´s zur Entfernung von Besenreisern nicht, vor Spritzen darfst Du Dich aber nicht fürchten, wenn Du Deine bläulichen Äderchen loswerden willst. Es sei denn, Du entscheidest Dich für eine Lasertherapie, oder, noch exotischer, für das Blutschröpfen.

Was sind denn überhaupt Besenreiser?

Besenreiser sind ganz kleine Krampfadern. Es handelt sich dabei um Venen, die durch schwaches Bindegewebe mit der Zeit ausgeleiert sind. Die Gefäße können das Blut dann nicht mehr so effektiv transportieren wie vorher. Infolgedessen gibt es einen Rückstau und die betroffenen Venen werden als erweiterte Krampfäderchen sichtbar. Besenreiser bilden sich deshalb besonders an den Beinen, weil die Gefäße dort stärker gegen die Schwerkraft ankämpfen müssen, um das Blut nach oben hin zum Herzen zu befördern. Die Bindegewebsschwäche entsteht aufgrund einer erblichen Veranlagung, wahrscheinlich hatte auch Deine Mutter schon mit Besenreisern oder Krampfadern zu tun.

Das Venengeflecht, welches bei Dir für gemusterte Schenkel sorgt, erinnerte an Reisigbesen und kam so auch zu seinem Namen. Auch wenn es Dich vielleicht nicht allzu sehr tröstet, Besenreiser sind harmlose Schönheitsmakel. Das Phänomen sieht zwar nicht schön aus, ist aber nicht gefährlich und die Besenreiser müssen eigentlich auch nicht unbedingt entfernt werden. Wenn Du Dich aber daran störst, gibt es effektive Behandlungen, die allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Denn es handelt sich dabei um rein optische Korrekturen.

Bevor Du Dich behandeln lässt, solltest Du dennoch zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen, der sich Deine Besenreiser genau ansieht. Am besten gehst Du zu einem Venenspezialisten, einem sogenannten Phlebologen. Denn in wenigen Ausnahmefällen deuten die sichtbaren Äderchen auf Probleme an den tiefer gelegenen, größeren Gefäßen hin. So was kommt zwar nicht sehr häufig vor, vor einer Therapie sollte das jedoch abgeklärt werden.

So werden aus gemusterten wieder glatte Schenkel

Wie Krampfadern werden auch Besenreiser verödet. Die Behandlung findet meist in spezialisierten Fachkliniken statt. Der Arzt spritzt mit einer ganz feinen Nadel direkt ins Gefäß, so dass eine sogenannte Sklerosierung eintritt. Durch das eingespritzte Medikament verklebt die Vene und stirbt ab, sie ist verödet. Daher kann dieses Gefäß nicht mehr durchblutet werden und die Zeichnung auf Deinem Oberschenkel verblasst nach einiger Zeit. Meistens dauert es mehrere Wochen, bis das Endergebnis erreicht ist.

Nach der Behandlung musst Du eine Zeit lang Kompressionsstrümpfe tragen. Der Sommer ist dafür also nicht gerade die ideale Jahreszeit. Mit einer einzigen Therapiesitzung ist es in der Regel nicht getan. Da können also nicht unerhebliche Kosten auf Dich zukommen. Alternativ kann der Arzt die Besenreiser mit einem Laser veröden. Eine wieder neu entdeckte, aber althergebrachte, Therapiemethode ist das Blutschröpfen. Hört sich martialisch an, ist aber in Wirklichkeit gar nicht so schlimm, wie der Name befürchten lässt. Die sichtbaren Venen werden dafür ganz leicht angeritzt, dann wird ein Schröpfglas angesetzt. Dadurch entsteht an der betroffenen Stelle ein Unterdruck, der das Blut austreten lässt. Es handelt sich aber natürlich nur um eine ganz geringe Menge. Durch diese Technik, die schon im Mittelalter zur Anwendung kam, werden die Besenreiser ebenfalls verödet und verschwinden. Die Methode stammt aus dem Bereich der Alternativmedizin und ist hierzulande zur Behandlung von Besenreisern noch nicht sehr verbreitet.

Für die Therapie von Besenreisern hält die Kosmetikindustrie auch eine Vielzahl von Salben und Cremes bereit. Diese Produkte können eventuell eine leichte Besserung bringen, entfernen können sie die hervortretenden Venen aber natürlich nicht. Bevor Du Dich zu einer invasiveren Anwendung entschließt, kannst Du die Wirkung der Kosmetika aber zunächst mal selbst ausprobieren.

Fazit der Redaktion

Besenreiser sind zwar kleine Krampfadern, bereiten aber im Gegensatz zu den großen Varizen keine Beschwerden. Man muss sie also nicht unbedingt entfernen lassen, kann das aber natürlich tun, wenn die Optik allzu sehr stört. Die Kosten für so eine Behandlung musst Du leider auf jeden Fall selbst tragen. Vielleicht versuchst Du es zuerst mal mit einer kosmetischen Creme. Wenn es gut läuft, reicht Dir ja die optische Verbesserung schon, die solche Produkte einbringen können. Ansonsten kannst Du immer noch zu einer anderen Methode greifen. Wende Dich dann aber unbedingt an einen ausgewiesenen Spezialisten, der die Therapie routinemäßig anwendet.


 

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