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Sonnenbrand Alarm - Was tun gegen rote und schmerzhafte Haut?

14. März 2012

Paula Kissel

Pharmazeutin

Paula ist unsere Verstärkung auf der Pharmazeuten-Front! Was im Körper abläuft, kann sie Euch genau erklären. Aber natürlich ohne pharmazeutisches Bla Bla!Google Profil


Es gibt nichts Schöneres als einen entspannten sonnigen Tag am See oder Strand zu genießen und die Seele einfach baumeln zu lassen. Doch wenn man sich nicht richtig mit Sonnencreme versorgt hat, dann kann die Haut am Abend ganz schön schmerzen. Vielleicht hat man sich ja auch – nach eigener Meinung – ausreichend eingecremt, aber manchmal ist es einfach nicht ausreichend, denn je nach Hauttyp muss sich der eine mehr und der andere weniger eincremen.

Ein Sonnenbrand ist eine lokale Entzündung der Haut. Diese wird durch die kurzwellige Strahlung im Sonnenlicht verursacht und dies bewirkt eine vermehrte Durchblutun der Haut, weswegen die „verbrannte“ Haut auch roter und wärmer ist als andere Stellen.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Es gibt vier Faustregeln, die man sich zu Herzen nehmen sollte, wenn die Haut nun durch den Sonnenbrand spannt und schmerzt.

  1. Unbedingt kühlen! Nicht mit eiskaltem, sondern mit etwa 20 Grad kaltem Wasser. So kann man die entzündete Stelle sanft beruhigen.
  2. Niemals Salben, Puder oder „alte Hausmittel“ wie Butter, Öl oder Mehl auf die „Brandwunde“ geben.
  3. Brandblasen niemals aufstechen, denn sonst können Bakterien in die Wunde eintreten.
  4. Wenn der Sonnenbrand größer als ein Zweieurostück ist oder man große Schmerzen hat, sollte man nicht zögern und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Außerdem sollte man den Kontakt mit UV-Strahlen unbedingt meiden, auch ein Schattenplatz unter einem Sonnenschirm oder Baum ist nicht sicher genug. UV-undurchlässige Kleidung und ein Aufenthalt in überdachten Gebäuden sind mehr als ratsam, um der Haut eine Pause zu gönnen.

Und wenn der Sonnenbrand trotzdem schmerzt…

Bei ganz leichter Rötung, die erst einige Stunden nach dem Sonnenbrand auftritt, hilft ein lokales Antihistaminikum in Gelform. Dabei handelt es sich um das so genannte Sonnenbrandgel. After-Sun-Produkte können hier ebenfalls eine Linderung hervorrufen. Am nächsten Tag sollte die Rötung dann verschwunden sein.

Ist die Rötung intensiver kann ein lokales Corticoid (entzündungshemmender Stoff) aufgetragen werden, jedoch muss hierbei unbedingt Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Treten Blasen auch bei kleinen Flächen, Fieber, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Erbrechen oder Übelkeit auf oder die Haut fühlt sich stark überhitzt an, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, da die Gefahr eines Sonnenstichs oder einer schweren Verbrennung besteht.

Der tückische Sonnenbrand

Wer kennt das denn nicht? Man liegt stundenlang in der Sonne und fühlt sich pudelwohl und würde einen für verrückt erklären, wenn man der gleichen Person sagen würde, dass sie heute vor Schmerzen nur schlecht schlafen könnte. Der Sonnenbrand ist ziemlich tückisch, da sich die Erscheinungen des Sonnenbrandes erst nach etwa 5-6 Stunden bemerkbar machen und der Höhepunkt ist dabei erst nach 12-24 Stunden erreicht. Tage nach dem Sonnenbad ist man noch mit dem Sonnenbrand beschäftigt, weil die Haut juckt und schuppt.

 


 

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