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Schön Schwanger - was tun gegen Schwangerschaftsstreifen?

19. Juli 2013

Romy Beier

Romy Beier ist unsere Fachfrau für Beauty und Kosmetik.

Diese Maßnahmen können Schwangerschaftsstreifen vorbeugen


Hallo Kosmetik-Team, ich habe gute Nachrichten! Ich habe vor ein paar Tagen erfahren, dass ich Schwanger bin. Es dauert zwar noch etwas, aber ich mache mir schon viele Gedanken bezüglich meiner Ernährung und ganz besonders um meine Figur. Ich habe in meinem Bekantenkreis schon öfter Schwangere mit Schwangerschaftsstreifen gesehen. Ich kenne mich leider nicht aus und suche daher Professionellen Rat. Kann man verhindern, dass Schwangerschaftsstreifen entstehen? Und was gibt es sonst noch wichtiges zu diesem Thema? Vielen Dank!

Schwangerschaft hin oder her – erleben möchte Frau am liebsten nur die schönen Seiten dieses körperlichen Ausnahmezustands. Doch Mutter Natur hat leider auch ein paar weniger erfreuliche Nebeneffekte auf dem Weg bis zur Geburt in petto. Darunter befinden sich insbesondere auch die Schwangerschaftsstreifen. Es scheiden sich die Geister, ob man vorbeugend etwas dagegen tun kann oder nicht. Fakt ist: sind sie einmal da, wird man sie schwer wieder los; zumindest dauert es seine Zeit. Bauch, Hüfte, Oberarme, Brüste und Po sind die am meisten gefährdeten Regionen. Die Hautelastizität ist bei einer Schwangeren hormonell bedingt geringer. Dadurch können bei Gewichtszunahme Risse in der Unterhaut entstehen, welche durch die durchscheinenden Blutgefäße als blaurötliche Färbung sichtbar sind.

Ernährung und Cremes sorgen für gesunde Haut

Als wichtigste Faustregel, nicht nur gegen Schwangerschafts- bzw. Dehnungsstreifen, sondern besonders auch für ein gesundes Baby, gilt die richtige Ernährung. Damit wird schon viel getan, unnötige Pfunde erst gar nicht entstehen zu lassen, welche der Haut Schwierigkeiten bereiten könnten. Extreme Gewichtszunahme ist der Grund, warum die unschönen Risse entstehen. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Cremes und Ölen, die dagegen vorbeugen sollen. Deren Wirkung ist aber umstritten und wissenschaftlich nicht bewiesen. Meistens beinhalten diese Jojoba-, Calendula- und Mandelöl. Die Elastizität der Haut wird unterstützt bzw. bleibt erhalten. Viele Frauen finden es besonders schön, wenn sich so auch der Partner wirkungsvoll in die Schwangerschaft mit einbringen kann. Die „schwangeren“ Paare nutzen das gemeinsame Cremen und Ölen, um mit dem Baby zu kommunizieren und erleben eine besondere Harmonie. Kombinieren kann man dies mit der Zupfmethode, welche die Durchblutung des Gewebes fördert und die Streifen verhindern kann. Dazu einfach eine kleine Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger bilden, hochziehen, kurz halten und wieder loslassen. Die Haut darf dabei ruhig leicht gerötet sein. Sollte die Haut schmerzen, verringert man einfach den Druck zwischen den Fingern. Lediglich bei vorzeitigen Wehen ist es ratsam mit dem Zupfen aufzuhören, da dies unter Umständen die Wehentätigkeit unterstützen kann. Weiterhin sind kühle Duschen und Massagen ein bewährtes Mittel zur Förderung der Durchblutung.

Ein passender BH kann die Haut entlasten

Auch ein gut sitzendender BH kann schon des Rätsels Lösung sein. Die Brust wird mit zunehmender Schwangerschaft größer und schwerer. Das Bindegewebe wird stark beansprucht. Der richtige BH unterstützt, die ungewohnte Last zu tragen und entlastet die Haut. Leider gibt es keine medizinischen und wissenschaftlich erwiesenen Maßnahmen, die vorbeugend gegen Schwangerschaftsstreifen helfen. Genauso wenig gibt es Beweise, dass sie es nicht tun. Deshalb kann man, solange dabei die Schwangerschaft nicht negativ beeinträchtigt wird, alle vorgenannten Methoden ausprobieren, um ein Reißen zu verhindern. Man darf nur nicht enttäuscht sein, wenn hier und da doch die unschönen Streifen sichtbar werden. Auch wenn sie nicht ins Bild eines Schönheitsideals passen, sind sie dennoch Zeugen einer ganz normalen Schwangerschaft. Besonders der Partner kann hier viel mentale Unterstützung leisten.

Mit der Zeit verblassen die Schwangerschaftsstreifen und sind fast nicht mehr zu sehen. Bei schwerwiegenden Fällen kann Vitamin A-Säure in Cremes oder Arzneimitteln die Narbenrückbildung positiv beeinflussen. Außerdem stehen Methoden zur Verfügung, beispielsweise Kryotherapie, Laser, und weitere, die eine Verkleinerung bzw. ein Abflachen ermöglichen.


 

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