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Mit der Eigenbluttherapie Akne und Mitesser bekämpfen

8. Januar 2013

Lars Luckenbach


Therapie hilft auch gegen viele andere Krankheiten


Stars und Sternchen, wie Demi Moore, schwören mittlerweile auf die Eigenbluttherapie, da sie gegen Gelenkschmerzen, Falten, Akne, Hauterkrankungen oder schwächen des Immunsystems hilft. Und auch für viele Ärzte ist das zuführen von eigenem Blut eines der besten Hilfsmittel gegen Krankheiten. Doch was genau hinter dieser Therapie steckt, wie sie funktioniert und wofür sie überhaupt hilft, erklärt Kosmetik.org.

Was kann man sich unter der Eigenblut-Therapie vorstellen?

Die Therapie hat ihren Ursprung bei den englischen Ärzten William Highmore im Jahre 1874 und bei Novotny im Jahre 1912. Das eigene Blut soll eine Immunreaktion auslösen, sodass der Organismus zur Selbstregulation angeregt wird und letztendlich das Immunsystem stimuliert wird. So sollen beispielsweise die Abwehrkräfte gestärkt werden, wodurch der Körper weniger anfällig auf Krankheiten wird. Das eigene Blut soll also wie ein Medikament wirken. Bei der Behandlung wird Blut abgenommen und kann mit verschiedenen Methoden weiter aufbereitet werden. Je nachdem, gegen oder für was es helfen soll.

Wie genau läuft der Vorgang ab?

In den meisten Fällen werden aus der Armvene etwa 0,1 bis 1 Milliliter Blut abgenommen oder aber ein kleiner Tropfen Kapillarblut aus der Fingerspitze. Jetzt entscheidet sich der weitere Vorgang der Eigenbluttherapie. Das Blut kann auf verschiedene Arten aufbereitet werden oder direkt nach der Entnahme wieder in den Körper eingeführt werden. Die Therapie wird in den meisten Krankheitsfällen zwei Mal wöchentlich durchgeführt, kann bei schweren Erkrankungen jedoch auch mehrmals in der Woche angewandt werden.

Unverändertes Eigenblut

Bei dieser Methode wird Blut aus einer Vene entnommen und kurz danach wieder in den Gesäßmuskel oder unter die Haut des Unterarms injiziert. Wenn das Blut unter die Haut gespritzt wird, dient die kleine Menga als „Depot“, da es sich erst nach längerer Zeit verteilt.

Aufbereitetes Eigenblut

Das entnommene Blut wird bei dieser Behandlungsmethode noch einmal mit homöopathischen Mitteln aufbereitet. Welches Mittel zusätzlich dem Blut zugeführt wird, hängt von der Krankheit und der derzeitigen Behandlung des Patientens ab. Bei einer Allergiebehandlung wird beispielsweise Citrus limon genutzt.

Potenziertes Eigenblut

Das potenzierte Eigenblut wird auch Egenblutnosode genannt. Hierbei wird wieder ein Tropfen Kapillarblut aus der Fingerspitze entnommen und anschließend nach homöopathischen Vorschriften potenziert. Das heißt, das Blut wird mit Alkohol verdünnt und danach geschüttelt. Nach dem ersten Schritt wird wieder ein Tropfen der Verdünnung entnommen und wieder mit Alkohol vermischt. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das potenzierte Eigenblut fertig gemischt ist. Die Anzahl der Vorgänge hängt von der Anwendung und der Behandlung des Patientens ab. Oft benutzen Ärzte das potenzierte Blut bei Kindern und Personen die Angst vor Spritzen haben. Denn bei dieser Methode kann das Eigenblut auch über den Mund eingenommen werden.

Wie wirkt das eigene Blut?

Das Blut speichert verschiedene Informationen wie vergangene Krankheiten oder schwächungen des Immunsystems. Nach der Entnahme verändern sich Stoffe im Blut geringfügig, wodurch der Körper nach der injektion denkt, dass sich Fremdkörper im Körper befinden. Das Immunsystem springt an und versucht diese zu bekämpfen. Dies führt dann letztendlich zur Stärkung des Abwehrsystems oder zur Bekämpfung der Krankheit.

Bei welchen Krankheiten ist eine Eigenbluttherapie sinnvoll?

Bei vielen Patienten ist die Behandlung mit eigenem Blut nur eine unterstützende Therapie. Allerdings hat sie in der Vergangenheit gezeigt, dass sie zur Besserung des Patientens beitragen kann. So wird die Therapie bei folgenden Beschwerden für sinnvoll gehalten:

  • Chronische oder akute Infektionen
  • Blutbildstörungen
  • Akne
  • Hautkrankheiten
  • Allergien
  • Durchblutungsstörungen
  • Immunstimulation und Rekonvaleszenz
  • Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • in bestimmten Fällen auch bei Krebs (Nachsorge)
  • Viruserkrankungen wie beispielseise Herpes zoster

Bei welchen Erkrankungen ist eine Therapie nicht geeignet?

Natürlich ist eine solche Therapie nicht für jederman möglich. So können sich Menschen mit

  • Leberentzündung oder andere Leber- und Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenstörungen
  • Fieber unbekannter Ursache
  • antikoagulativen Therapien
  • Thrombose
  • Erkrankungen, bei denen nichts injiziert werden darf

nicht mit Eigenblut behandeln lassen.

Mögliche Nebenwirkungen

In wenigen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen, Kopfschmerzen, Fieber, Herzklopfen und Schwindel kommen. Auch können schmerzen an der Einstichstelle auftreten oder auch in seltenen Fällen Schockzustände.

Was kostet eine Behandlung?

Eine Behandlung wird nicht von der Krankenkasse bezahlt, da kein überzeugender Nachweis für eine medizinische Wirksamkeit vorliegt. Bei manchen verschiedenen Beschwerden übernehmen die Kassen allerdings die Kosten. Am besten, man erkundigt sich vor einer Behandlung bei der eigenen Kasse. Wenn die Kosten nicht übernommen werden, muss man zwischen 15 und 25 Euro pro Therapie bezahlen. Je nach Art der Aufbereitung, können die Kosten auch zwischen 50 und 100 Euro pro Sitzung liegen. Bei mehreren Sitzungen häuft sich also ein Betrag von mehreren Hundert Euro an.


 

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