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Hausmittel bei Erkältungen

22. Juni 2013

Stefanie Thalhauser



Am besten gar nicht erst so weit kommen lassen

Da es für Erkältungskrankheiten keine Impfstoffe gibt, ist es sinnvoll, sein Immunsystem vorab zu trainieren. Bewährt haben sich hier vor allem Saunabesuche und Wechselduschen. Weniger Hartgesottene können ihre Immunabwehr auch durch eine gezielte Ernährung stärken. Besonders wichtig ist eine ausreichende Vitamin C Zufuhr durch viel Obst und Gemüse. V.a. Zitrusfrüchte, schwarze Johannisbeeren, Paprika, Brokkoli, Kartoffeln und  rote Beete sind reich an dem Vitamin und sollten während der Erkältungszeit gehäuft auf dem Speiseplan stehen.

Ein Geheimtipp ist der Verzehr von scharfen Gerichten wie z.B. Eintöpfe oder Currys. Diese regen die Schleimproduktion an, wodurch die Schleimhäute von Erregern gereinigt werden.  Sogar wissenschaftlich bewiesen  ist der immunstärkende Effekt von selbstgemachter Hühnersuppe. Hier liegt die Betonung auf selbstgemacht, denn nur mit Suppenhuhn und frischem Gemüse zeigt sich eine Wirkung. Tipp: Suppenhuhn kalt aufsetzen und mit Möhren, Lauch, Sellerie, Zwiebeln und Petersilie eineinhalb Stunden bei milder Hitze langsam ziehen lassen.

Wenn es einen dann doch mal erwischt…

muss man nicht sofort zur Chemiekeule greifen, denn es gibt viele altbewährte Hausmittel, welche die Erkältungssymptome auf sanfte Art und Weise lindern können.  Doch welche von Omas Hausmittel helfen wirklich gegen die lästigen Symptome? Hier eine kleine Übersicht, dass man bei den vielen gut gemeinten Ratschlägen nicht den Überblick verliert.

Nase zu – Was tun?

Durch die Infektion sind unsere Schleimhäute entzündet und schwellen an. Die Folgen sind uns nur allzu gut bekannt: häufiges Niesen, verstopfte Nase, ein unangenehmer Druck im Kopf und den Wangen.

Um wieder frei durchatmen zu können, empfiehlt sich hier die Inhalation. Die einfachste Methode für zu Hause ist das Dampfbad über einer Wasserschüssel: Man füllt einfach eine große Schüssel mit heißem Wasser und gibt Zusätze wie ätherische Öle, z.B. Menthol, Campher und Eukalyptusöl, Meersalz oder Kamillenblüten hinzu. Kopf darüber halten und mit einem großen Handtuch abdecken. Dann 10-15 Min den heißen Dampf inhalieren. Allerdings muss man aufpassen, dass man sich nicht mit dem heißen Wasser verbrüht. Ebenfalls zu beachten ist, dass ätherische Öle für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet sind und zu starken Nebenwirkungen bis hin zur Atemnot führen können!

Wenn der Druck auf Wangen und Stirn groß ist, helfen Quarkauflagen. Anschließend legt man einen mit warmem Zitronenwasser getränkten Waschlappen auf die pochenden Stellen. Dafür eine Zitrone pressen und ein Viertel heißes Wasser hinzu.

Was sich auch bewährt hat und einfach selbst zu machen ist, ist eine isotonische Nasenspülung. Hierzu 9g Salz in 100 ml abgekochtes Wasser geben. Diese Lösung kann auch präventiv angewendet werden.

Brennender Hals und Stimme weg?

Wenn der Hals schmerzt und das Schlucken schwer fällt, sind Kamillen- und Salbeitee wohltuend, deren ätherischen Öle entzündungshemmend wirken.

Bei Heiserkeit lautet die goldene Regel: Möglichst wenig sprechen und auch nicht flüstern! Stattdessen viel trinken, am besten eine heiße Zitrone. Hierfür einfach eine halbe Zitrone auspressen und heißes, aber nicht mehr kochendes Wasser, aufgießen und mit Honig süßen.

Häufig werden auch Quark- oder Kartoffelwickel empfohlen. Der Quark bzw. die zerdrückten heißen Pellkartoffeln werden auf ein dünnes Baumwolltuch gegeben, das Tuch wird eingeschlagen und um den Hals gebunden. Hier steht besonders der Kühl- bzw. Wärmeffekt im Vordergrund. Quark wird zwar oft auch eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, dies ist aber nicht ganz unumstritten. Ob sich der Aufwand also lohnt und ob kalt oder warm, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was tun, damit der Husten im Nu wieder verschwindet?

Beim Husten kann man zwischen zwei “ Hustenarten“ unterscheiden. Zu Beginn einer Erkältung dominiert ein trockener Reizhusten. Um die gereizten Schleimhäute zu beruhigen eignen sich besonders Tees aus Malvenblättern, Eibischwurzel, Isländisch Moos oder Spitzwegerichkraut, die mit kaltem Wasser angesetzt werden. So können die beruhigenden und antimikrobiell wirkenden Schleimstoffe am besten extrahiert werden.

Im weiteren Verlauf des Infekts stellt sich meist der sogenannte produktive Husten ein. Jetzt sind eher schleimlösende Tees hilfreich. Zu ihnen gehören Thymian, Fenchel- und Anisfrüchte sowie Süßholzwurzel, welche, wie der Name schon vermuten lässt, zusätzlich noch einen angenehm süßen Geschmack hat.

Zwar nicht jedermanns Geschmack, aber dennoch gut gegen Hustenreiz, ist Omas Zwiebelsaft. Die in der Zwiebel enthaltenen Scharfstoffe, die sogenannten Senföle, verleihen der Zwiebel eine desinfizierende Wirkung. Und so schnell ist der Saft zubereitet: Eine Zwiebel schneiden und in kochendes Wasser geben, nach 5 Minuten durch ein Sieb abseihen und mit Honig süßen.

Wenn Fieber hinzukommt…

sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen. Dennoch kann man, zusätzlich zur verordneten Therapie, noch einiges selbst tun, um das Fieber zu senken. Hilfreich kann z.B. eine Schwitzkur sein, die den Körper bei der Bekämpfung der Viren unterstützt. Besonders schweißtreibend sind Lindenblütentees kombiniert mit Holunderblüten. Ebenfalls fiebersenkend sind Wadenwickel. Hierzu werden dünne Baumwolltücher in kühles Wasser getaucht, ausgewrungen und die Waden eingewickelt. Damit nicht alles nass wird, werden noch Moltontücher drumgewickelt und alte Wollsocken darüber gezogen. Es ist darauf zu achten, dass die Beine warm sind. Die Wickel sollten nicht bei Schüttelfrost angewendet werden!

 


 

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