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Welche Nagelfeile ist die beste?

22. November 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Die richtige Nagelfeile finden


Hallo liebe Leute, ich habe da ein kleines Problem. Meine Fingernägel sind in letzter Zeit irgendwie brüchig geworden, sie wachsen auch nicht mehr so schön lang und so schnell wie früher. Meine Freundin meinte nun, das könnte an meiner Nagelfeile liegen. Ich benutze so eine altmodische Metallfeile. Also ich benutze diese Art von Feile eigentlich schon immer und hatte bisher noch nie brüchige Nägel. Was meint Ihr dazu, habe ich eine ungeeignete Nagelfeile? Und wenn Ja: Welche wäre denn besser? Was gibt es denn da überhaupt für Unterschiede beziehungsweise Vor- und Nachteile? Ich bitte um eine kleine Feilenkunde. Dank im Voraus!

Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Nagelfeilen. Die von Dir benutzte Nagelfeile ist auch gar nicht altmodisch, sie wird heute immer noch genauso häufig verwendet wie früher. Wahr ist allerdings, dass es zu Großmutters Zeiten keine Alternative dazu gab. Heute unterscheidet man die Feilen nach Material, Form und Körnung. Diese drei Feileneigenschaften wollen wir uns hier mal genauer anschauen.

Das Material

Moderne Nagelfeilen werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Ja nach Werkstoff haben sie verschiedene Preise und Eigenschaften, wie beispielsweise die Haltbarkeit.

  • Papiernagelfeilen

Die Papierfeile ist die billigste Art von Nagelfeile. Viele Nagelstudios benutzen diese Feilenart. Sie heißt Papierfeile, weil die äußere Schicht aus Schleifpapier besteht. Späne aus skandinavischem Holz sind besonders langlebig. Außerdem gibt es Feilspäne aus Aluminumoxid, Siliziumkarbid, Mylar, Zinkstearat oder selbstschärfendem Zirkonium. Alle Arten von Spänen werden mit Klebstoff auf einer Kernplatte befestigt. Die Kerne bestehen aus Holz, Plastik oder Teflon. Das Material, aus dem die Späne und der Kern hergestellt sind, bestimmen die Eigenschaften der jeweiligen Nagelfeile. Es gibt also Papierfeilen für jede Anwendung, diese Flexibilität wird von vielen Nageldesignerinnen geschätzt.

  • Glasfeilen

Glasfeilen sind teurer, aber auch langlebiger als Papierfeilen. Es gibt sogar Glasfeilen mit unbegrenzter Haltbarkeitsgarantie. Das mehrfach gehärtete Glas wird entweder geätzt oder mit Korund sandgestrahlt, um die Feilfläche herzustellen. Glasfeilen sind besonders hygienisch, Du kannst sie ganz leicht reinigen und sogar desinfizieren. Deshalb wird diese Feilenart häufig für die traditionelle Maniküre im Kosmetikstudio verwendet. Die Glasfeile eignet sich für alle Nägel, selbst dünne und brüchige kann man damit schonend in Form feilen. Sogar lackierte Nägel lassen sich damit bearbeiten, ohne dass der Lack abplatzt. Der Nachteil dieser Feilenart ist die Empfindlichkeit, fällt sie einmal auf den Boden, zerbricht sie in tausend Stücke.

  • Metallfeilen

Wie auch Deine Freundin, glauben viele Menschen, dass Metallfeilen dem Nagel schaden können. Das stimmt aber nur bedingt. Im Prinzip können sich alle Feilen schädlich auswirken, wenn nicht die richtige Körnung verwendet wird. Auch die falsche Feiltechnik kann den Nagel angreifen. Das ist jedoch unabhängig vom Material, aus dem die Feile hergestellt ist. Metallfeilen bestehen aus einem Kern aus rostfreiem Blech, der mit feinen Edelstahlspänen verschweißt wird. Diese feinen Späne nennt man auch Diamantspäne, weil sie sehr scharf sind. Für die Metallfeile benutzt man deshalb auch manchmal den Begriff Diamantfeile. Metallfeilen sind sehr haltbar und genauso hygienisch wie Glasfeilen. Sie sind aber wesentlich robuster und dürfen ruhig auch mal auf den Boden fallen. Diese Feilen eignen sich für alle Anwendungen, auch sehr harte Nägel kann man damit problemlos bearbeiten.

Die Körnung und die Form

Die Körnung gibt die Anzahl der Feilspäne auf der Feile an. Je mehr Körner auf einem Quadratzentimeter enthalten sind, desto feiner ist die Feile. Eine grobe Körnung ist besonders scharf. Für ein schonendes Feilen ist natürlich die feine Körnung besser. Die gröbste Feile hat einen Körnungswert von 80, die feinste wird mit 400 bezeichnet. Bei den Feilenformen gibt es die gerade Universalfeile, die gerundete Bananenform, die Halbmondform, die Ellipse und den Buffer. Die Universalfeile ist, wie der Name schon sagt, für alle Anwendungen geeignet. Feilen in Bananenform werden vor allem für die Behandlung der Nagelhaut verwendet. Beim Halbmond ist eine Seite gerade und die andere Seite in Bananenform gearbeitet. Die Ellipsenform wird von vielen Anwenderinnen als besonders handlich empfunden. Auch mit dieser Feile kann man alles machen. Der Buffer ist ein Papierschleifblock, der kleine Unebenheiten glättet und hauptsächlich bei der Nagelverlängerung benutzt wird.

Fazit der Redaktion

Eigentlich ist die Wahl der Nagefeile reine Geschmackssache. Wichtig ist die richtige Körnung, diese solltest Du möglichst fein wählen, um Deine Nägel schonend behandeln zu können. Wenn Du mit Deiner Metallfeile gut zurechtkommst, dann behalte sie ruhig. Offenbar hat sie sich bei Dir ja schon in jahrelanger Anwendung bewährt. Du kannst aber natürlich auch mal die anderen Feilenarten durchprobieren, vielleicht erweist sich eine als noch besser in der Handhabung. Wenn Du Dir die Nägel schon seit Jahren mit der gleichen Feilenart und auf die gleiche Weise feilst, dann liegt die Ursache für die Brüchigkeit sicher nicht darin. Du musst Dich also wohl auf die Suche nach einem anderen Grund dafür machen. Aber immerhin weißt Du aber jetzt auch über Feilen Bescheid 😉


 

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