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So gelingt dir das Auftragen von Magnet-Nagellack

10. Juli 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil


Eine Bekannte von mir kam neulich mit total schrillen Nägeln an. Die hatten ein richtig plastisch wirkendes Streifenmuster und sahen wirklich toll aus. Ich dachte natürlich, das hat sie sich im Nagelstudio machen lassen. Da würde ich allerdings selbst nie hingehen. Schade, dachte ich schon, solche Nägel hätte ich trotzdem auch gerne mal. Auf meinen bewundernden Kommentar hin erzählte sie mir dann, dass sie sich den Nagellack zu Hause einfach selbst aufgetragen hatte. Sie sagt, mit einem Magneten geht das ganz einfach. Magnet? Das kann ich eigentlich kaum glauben. Deshalb nun meine Fragen: Stimmt das mit dem Magneten überhaupt, oder hat die Frau mich verulkt? Wenn es doch wahr ist, wie funktioniert das denn? Dann würde ich mir das nämlich auch gerne mal machen. Danke im Voraus für Eure Infos!

Ja, es hört sich wirklich unglaublich an, aber der Magnet-Nagellack ist wirklich der allerneueste Trend in Sachen Nageldesign. Damit bringt man tolle Muster mit 3D Effekt auf die Nägel. Und tatsächlich geht das ganz einfach. Es ist natürlich auch überhaupt keine Zauberei, denn der Magnet-Nagellack enthält Metallpartikel. Hält man den mitgelieferten Magneten beim Trocknen in die Nähe des lackierten Nagels, entsteht ein Muster. Es gibt nicht nur Streifenmuster, auch Rauten, Wellen und Sterne sind beispielsweise auf dem Markt. Sieh Dich einfach mal im Fachhandel um, mehrere Anbieter haben den Magnet-Nagellack schon im Sortiment.

Wie wird´s gemacht?

Vor dem Lackieren sollte, wie sonst auch üblich, die Nagelpflege stehen. Auf die gut gereinigten Nägel trägst Du am besten zuerst einen schützenden Klarlack auf. Der gleicht kleine Unebenheiten in der Struktur Deiner Nägel aus. Außerdem bleiben nach dem Entfernen des Nagellacks keine hässlichen Verfärbungen zurück, wenn Du immer einen Unterlack verwendest. Bevor Du den Magnetlack aufträgst, musst Du ihn unbedingt gut durchschütteln, damit sich die Metallpartikelchen gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilen können. Anschließend lackierst Du den ersten Nagel. Vom magnetischen Nagellack trägt man nur eine Schicht auf, diese sollte daher nicht zu dünn ausfallen.

Jetzt wird der mitgelieferte Magnet vor den frisch lackierten Nagel gehalten. Dabei muss eine bestimmte Distanz eingehalten werden. Die meisten Magnete haben einen Abstandshalter, damit der exakte Abstand während der gesamten Einwirkzeit beibehalten werden kann. Die Prozedur dauert etwa 20 Sekunden. Währenddessen solltest Du den Magneten ruhig halten und einfach nur abwarten. Also nicht mal zwischendurch nachsehen, ob sich was tut. Das kann das Ergebnis unter Umständen schon vermasseln. Die 20 Sekunden Geduld wirst Du bestimmt mühelos aufbringen, wenn Du dabei an das tolle Resultat denkst, welches Dich erwartet.

Erst wenn der erste Nagel fertig ist, kommt der nächste dran. Es ist wichtig, dass Du alle Nägel einzeln behandelst, einen nach dem anderen. Sonst würden zu lange Wartezeiten entstehen, in denen der Lack schon antrocknen könnte. In diesem Fall wäre die magnetische Behandlung nicht mehr erfolgversprechend. Am Schluss hilft ein farbloser Überlack, die kleinen Kunstwerke auf Deinen Nägeln zu versiegeln und so haltbarer zu machen.

Was passiert bei der Magnetisierung?

Während Du den Magneten vor den noch feuchten Lack hältst, ordnen sich während der Trocknung die negativen und positiven Pole der Metallpartikel in der vorgesehenen Weise an. Dadurch entsteht das Muster. Du kannst Dir das in etwa wie einen Stempel vorstellen. In diesem Fall kommt das Muster allerdings nicht durch Berührung zustande, sondern durch die magnetische Wirkung. Der Magnet zieht die einen Pole an und stößt die anderen ab, wie im richtigen Leben auch. Am Ende sieht der Nagel so aus, als ob Du ihn in zwei verschiedenen Farben lackiert hättest. Ein toller Effekt. Kleiner Aufwand mit großer Wirkung. Die kleinen Metallperlchen im Lack, die dafür verantwortlich sind, sorgen auch für den charakteristisch metallischen Glanz, den man nur mit dem Magnet-Nagellack hinkriegt.

Design Tipp

Wenn Du im Umgang mit Deinem magnetischen Nagellack etwas geübter bist, kannst Du Deine Technik noch verfeinern und das Design verändern. Anstatt des Streifenlooks kannst Du dann beispielsweise ein Netzmuster auf Deine Nägel zaubern. Dafür hältst Du den Magneten zunächst in einer Richtung, drehst ihn nach der halben Einwirkzeit um 180 Grad und hältst ihn dann für den Rest der Einwirkzeit in dieser Position. So kreierst Du ein Streifenmuster in zwei verschiedene Richtungen. Die beiden Muster kreuzen sich und dadurch entsteht das Netzmuster. Diese kreative Nageldesign-Variante wird Deine Freundinnen bestimmt zum Staunen bringen.

Fazit der Redaktion

Der neue Magnet-Nagellack mit 3D Effekt ist eine tolle Sache für alle Nagellack-Fans. Mit ein bisschen Geschick kriegt man damit eine ganz neue Variante des Nageldesigns hin. Und das ganz einfach zu Hause am Küchentisch. Ein Nagelstudio muss man dafür nicht besuchen, obwohl der magnetische Lack dort selbstverständlich auch verwendet wird. Wenn es bei Dir also zunächst nicht klappen sollte, geh doch einmal ins Studio  und guck Dir die Technik von den Profis ab. Natürlich kannst Du auch jede Kosmetikerin danach fragen. Wenn Du den Dreh einmal raus hast, ist die Anwendung magnetischen Nagellacks wirklich keine Hexerei und Du kannst Dir damit tolle Effekte auf die Nägel zaubern.


 

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