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Was bringen Enzym-Peelings?

3. Juli 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Wem helfen Enzym-Peelings?


Hallo, ich habe da mal eine Frage. Meine Freundin hatte immer ziemlich unreine Haut, aber in letzter Zeit hat sich ihr Hautbild zusehends verbessert. Als ich sie drauf ansprach, erzählte sie mir, dass sie ein spezielles Peeling entdeckt hat. Sie nennt das Enzym-Peeling. Ich selbst habe extrem empfindliche Haut und meine Freundin meinte, dass so ein Peeling auch für mich ideal sei. Ich benutze überhaupt kein Peeling, weil meine sensible Haut das einfach nicht verträgt. Aufgrund der tollen Wirkung bei meiner Freundin bin ich nun aber doch ins Grübeln gekommen. Was meint ihr als Experten, sollte ich so ein Enzym-Peeling vielleicht doch auch mal ausprobieren? Oder schadet das meiner Haut?

Es ist richtig, dass Enzym-Peelings grundsätzlich für unreine Haut und Akne genauso gut passen wie für sehr sensible Haut. Es handelt sich dabei nämlich nicht um ein mechanisches Peeling, das die abgestorbenen Hautschüppchen mit harten Partikeln abschmirgelt. Vielmehr ist es ein chemisches Verfahren. Früher gab es solche Peelings nur bei der Kosmetikerin, denn die schälenden Substanzen verlangten eine erfahrene Anwenderin. Heutzutage kann man aber zahlreiche Produkte im Handel kaufen, die auch für die Anwendung zu Hause taugen.

Was ist Enzym-Peeling?

In diesem Peeling wirken, wie gesagt, keine mechanischen Partikel, deshalb muss man auch nicht rubbeln. Du trägst es einfach wie eine Maske auf und lässt es nach Herstellerangabe einwirken. Die Einwirkzeit sollte aber keinesfalls überschritten werden, denn währenddessen finden auf Deiner Haut biologische Prozesse statt. Die im Peeling enthaltenen Enzyme stammen meist aus Früchten und können Proteine und Fette aufspalten. Die Substanzen lösen überschüssigen Hauttalg und abgestorbene Hautschüppchen so an, dass sie nach der Anwendung problemlos mit klarem Wasser abgewaschen werden können. Das Abwaschen musst Du beim Enzym-Peeling besonders sorgfältig machen, damit der enzymatische Prozess auch wirklich zum Ende kommt. Sonst würde der Schäleffekt zu extrem ausfallen. Bei Deiner sensiblen Haut wäre das natürlich fatal. Aber keine Angst, die Enzym-Peelings, die Du im Handel für den Hausgebrauch bekommst, sind ausgesprochen mild. Die Anwendung bei der Kosmetikerin darf nicht mehr als einmal im Monat gemacht werden, handelsübliche Enzym-Peelings kann man sogar mehrmals die Woche auftragen. Belass es aber trotzdem lieber bei einem Mal in der Woche, um Deine empfindliche Haut zu schonen.

Warum überhaupt ein Peeling?

Überschüssiger Talg, der von der Haut abgestoßen wird und abgestorbene Schüppchen verstopfen die Haut, so dass sie nicht mehr richtig atmen kann. Das kann zu Unreinheiten und kleinen Entzündungen führen. Eine regelmäßige Tiefenreinigung ist also angesagt. Nach der Peelingbehandlung kann die Haut auch die Pflegeprodukte, welche Du danach aufträgst, intensiver aufnehmen. So eine wöchentliche Pflegesession mit Enzym-Peeling ist also Balsam für die Haut. Und das sieht man ihr nach der Anwendung auch deutlich an. Regelmäßiges Peeling kann das Hautbild tatsächlich verbessern, wie Du an Deiner Freundin ja gesehen hast.

Lieber Enzym-Peeling oder doch die Rubbelmethode?

Viele Frauen mit unproblematischer Haut schwören auf mechanische Peelings. Die reinigende Wirkung ist natürlich unbestritten. Frauen wie Du, die nicht mit unproblematischer Haut gesegnet sind, bekommen von der Rubbelei leider allzu oft Rötungen, Pickelchen und Reizungen. Da sieht die Haut hinterher schlimmer aus als vorher. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache. Ein Enzym-Peeling ist da auf jeden Fall die schonendere Methode mit dem gleichen Reinigungseffekt. Früher waren Enzym-Peelings unerschwinglich teuer, das hat sich heute aber grundlegend geändert. Es gibt gute Produkte in allen Preisklassen. Ob man zum Rubbel-Peeling oder zum Enzym-Peeling greift, hängt also nur noch vom Hauttyp ab. Gegenüber der mechanischen Methode hat der Enzymprozess den Vorteil, dass damit auch Verhornungen und Verfärbungen behandelt werden können, und zwar nicht nur im Gesicht. Außerdem wirken Enzym-Peelings leicht entzündungshemmend, was vor allem bei unreiner Haut von Vorteil ist. Zudem soll die chemische Peeling-Methode die Zellerneuerung anregen.

Enzym-Peelings in Pulverform

Diese Art des Enzym-Peelings ist etwas komplizierter in der Anwendung als die Produkte aus der Tube, welche einfach wie eine Maske angewendet werden. Das Pulver wird zunächst mit Flüssigkeit angerührt, wobei Du darauf achten musst, dass keine Klümpchen entstehen. Die Masse wird aufgetragen und anschließend kommt ein feuchtwarmes Tuch aufs Gesicht, das den enzymatischen Prozess ankurbeln soll. Wahrscheinlich wirkt ein einfaches Tubenprodukt genauso gut und ist im täglichen Gebrauch wesentlich unkomplizierter anzuwenden. Was Dir besser gefällt, kannst Du ja einfach mal ausprobieren.

Fazit der Redaktion

Für Deine empfindliche Haut stellt das Enzym-Peeling eine echte Alternative dar. Weil Du bisher gar kein Peeling angewendet hast, kann der Effekt in puncto Hautklarheit auch wirklich auffällig sein. Mit Deiner sensiblen Haut bist Du es wahrscheinlich ohnehin gewohnt, neue Kosmetikprodukte bei der ersten Anwendung extrem vorsichtig auszuprobieren. Das solltest Du natürlich mit dem Enzym-Peeling genauso halten. Einfach erst mal an einer unauffälligen Stelle am Hals auftragen und abwarten. Wenn es zu keinen unangenehmen Rötungen oder Reizungen kommt, kann die Generalprobe im Gesicht stattfinden. Auch für Frauen mit unreiner Haut, die bisher immer kräftig gerubbelt haben im Kampf gegen die lästigen Pickel, kann das Enzym-Peeling eine gute Alternative sein.


 

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